Der Iran hat angekündigt, die globale Cloud-Infrastruktur von Konzernen wie Nvidia, Microsoft, Amazon und Google ins Visier zu nehmen, sollte Israel erneut iranische Anlagen attackieren. Die Begründung dafür lautet, dass diese Technologieunternehmen dem Staat Israel Dienste bereitstellen und daher aus Teheraner Perspektive als legitime Angriffsziele gelten. Diese Warnung kommt zu einer Zeit erhöhter Spannungen, die durch den iranischen Raketen- und Drohnenangriff vom 13. April sowie einen darauf folgenden israelischen Gegenschlag auf einen Militärflugplatz in Isfahan ausgelöst wurden. Laut einem Bericht von Al-Jazeera Arabic stellte Gholamali Rashid, der Kommandeur der iranischen Organisation für passive Verteidigung, klar, dass im Falle eines zukünftigen Konflikts die Angriffsziele nicht allein auf die physischen Infrastrukturen Israels beschränkt sein würden. Vielmehr umfassen sie auch die gesamte globale Cloud-Infrastruktur von Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Amazon und Google, die das 'zionistische Regime' mit Cloud-Diensten und künstlicher Intelligenz unterstützen. Er betonte, dass die Absicht hinter solchen Attacken sei, die Dienstleistungen für Israel zu unterbrechen. Diese unmissverständliche Warnung wurde im Rahmen einer Buchpräsentation ausgesprochen, die sich mit den jüngsten militärischen Operationen Irans gegen Israel befasste. Der Iran hatte seinen Angriff vom 13. April als eine Reaktion und Akt der Selbstverteidigung dargestellt, nachdem Israel das iranische Konsulat in Damaskus attackiert hatte. Israels Vergeltungsschlag auf einen Luftwaffenstützpunkt in Isfahan mittels Drohnen wurde von iranischer Seite als 'Fehlschlag' und 'kindisch' herabgespielt. Rashid unterstrich, dass die erwähnten Technologiekonzerne durch ihre Unterstützung Israels faktisch 'Teil des Krieges' seien und infolgedessen vom Iran als Ziele betrachtet werden könnten. Dies kennzeichnet eine signifikante Erweiterung der potenziellen Kriegsziele Teherans, die weit über konventionelle militärische und staatliche Infrastrukturen hinausgeht und stattdessen direkt auf das Zentrum der globalen digitalen Wirtschaft abzielt. Der Iran hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Cyberangriffe ausgeführt, darunter Operationen gegen Albanien, kritische Infrastrukturen in Israel, Saudi Aramco sowie amerikanische Banken. Irans Kapazität, derartige Angriffe zu initiieren, ist unbestritten und hat sich über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt. Sollte diese Drohung tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, hätte dies weitreichende Folgen für die digitale Infrastruktur weltweit. Ein umfangreicher Angriff auf die Cloud-Dienste von Technologiegiganten wie Microsoft oder Amazon würde nicht nur die Versorgung in Israel beeinflussen, sondern global Störungen verursachen und könnte eine Eskalation der Cyberkriegsführung mit unabsehbaren Konsequenzen nach sich ziehen.