Invasive Teju-Eidechsen verbreiten sich um Rom: Gefahr für Ökosystem und Mensch
In der Umgebung der italienischen Hauptstadt Rom breitet sich eine potenziell gefährliche Reptilienart rasant aus: die Argentinische Teju-Eidechse (*Salvator merianae*). Diese Entwicklung bereitet den lokalen Behörden und Umweltschützern zunehmend Sorge, da die Tiere nicht nur die heimische Fauna bedrohen, sondern auch für Menschen eine Gefahr darstellen können.
Die aus Südamerika stammenden Tejus, die vermutlich als exotische Haustiere eingeführt und später freigelassen wurden oder entkamen, haben sich in den warmen und feuchten Gebieten um Rom erfolgreich angesiedelt. Sie zeichnen sich durch eine beeindruckende Größe aus, da sie ausgewachsen Längen von bis zu 1,5 Metern erreichen können. Ihr Speiseplan ist äußerst vielfältig; als Allesfresser ernähren sie sich von Insekten, kleinen Säugetieren, Vögeln, deren Eiern sowie Früchten und Gemüse.
Ihre Anwesenheit stellt eine erhebliche Bedrohung für das lokale Ökosystem dar. Die Tejus sind effektive Prädatoren und können Populationen einheimischer Arten, insbesondere von bodenbrütenden Vögeln und Amphibien, stark dezimieren, indem sie deren Eier und Jungtiere fressen. Dies kann das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören.
Besondere Vorsicht ist auch für Menschen geboten. Obwohl Tejus normalerweise scheu sind und den Kontakt meiden, können sie bei Bedrohung oder Reizung aggressiv werden. Sie besitzen kräftige Kiefer und scharfe Zähne, mit denen sie schmerzhafte Bisse zufügen können, die im Extremfall sogar zum Verlust eines Fingers führen könnten.
Die Region Latium hat die Situation erkannt und ergreift Maßnahmen, um die Ausbreitung der invasiven Art einzudämmen. Monitoring-Programme wurden gestartet, und es wird versucht, die Tiere einzufangen. Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, gesichtete Teju-Eidechsen nicht zu fangen oder zu provozieren, sondern stattdessen umgehend die zuständigen Behörden oder Naturschutzorganisationen zu informieren. Ziel ist es, die weitere Verbreitung dieser invasiven Art zu kontrollieren und ihre Auswirkungen auf die lokale Umwelt und die öffentliche Sicherheit zu minimieren.