Infantino sichert sich umfassende Unterstützung vor erneuter Wahl zum FIFA-Präsidenten
Gianni Infantino darf bei seiner bevorstehenden erneuten Wahl zum Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA mit umfassender Rückendeckung rechnen. Etwa drei Monate vor dem 73. FIFA-Kongress in Kigali, Ruanda, erklärten die Präsidenten von 207 der insgesamt 211 Mitgliedsverbände ihre Unterstützung für den derzeitigen Amtsinhaber, wie die FIFA am Freitag bekannt gab. Die Abstimmung ist für den 16. März angesetzt.
Diese breite Zustimmung symbolisiere aus Sicht der FIFA "ein klares Zeichen von Einheit und Beständigkeit im globalen Fußball, da der Verband eine neue Phase des Wachstums und der Weiterentwicklung einleitet." Schon im August des Vorjahres hatte die afrikanische Konföderation CAF dem 52-jährigen Schweizer öffentlich ihre Unterstützung zugesichert. Auch Jerome Champagne, einst FIFA-Generalsekretär und 2015 bei der Wahl dem damaligen Amtsinhaber Joseph S. Blatter (Schweiz) unterlegen, hatte bereits im September des vergangenen Jahres seine Befürwortung für Infantino ausgedrückt.
Nach ihrem Kongress in Frankfurt/Main sicherte die Europäische Fußball-Union (UEFA) Infantino vergangene Woche ebenfalls ihre Unterstützung zu. Infantino bekleidet das Amt des FIFA-Präsidenten seit 2016, nachdem sein Vorgänger Blatter aufgrund eines Korruptionsskandals seinen Posten aufgeben musste. Bereits 2019 erfolgte seine Wiederwahl ohne jegliche Gegenkandidaten. Die einzige verbleibende formelle Anforderung vor seiner erneuten Wahl ist eine Integritätsprüfung durch die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission, bei der alle Bewerber detailliert überprüft werden. Die Resultate dieser Prüfung stehen kurz bevor.