In einem beispiellosen Ereignis in der Geschichte des Biathlon-Weltcups beendeten die deutschen Skijäger die Saison ohne einen einzigen Sieg. Während die Biathlon-Elite, wie die Französin Julia Simon und der Norweger Johannes Thingnes Bö, beim Weltcupfinale in Oslo geringe Schwächen zeigte, erlebte der deutsche Biathlonsport einen bemerkenswerten Tiefpunkt. Dieser Mangel an Erfolgen stellt einen historischen Rückschlag für Deutschland dar, das in der Vergangenheit durch Athleten wie Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier von zahlreichen Triumphen geprägt war. Das letzte Mal, dass das deutsche Team eine Saison ohne eine individuelle Goldmedaille abschloss, war 1996/97, damals jedoch mit Team-Erfolgen. Die aktuelle Saison ist die erste ohne jeglichen deutschen Sieg, weder einzeln noch in der Staffel. Ein Lichtblick war der zweite Platz von Franziska Preuß im Massenstart der Damen, der ihr bestes Einzelergebnis der Saison darstellte und sie lange Zeit in Führung sah. Bei den Herren sicherte sich Benedikt Doll mit dem vierten Platz im Massenstart ein respektables Ergebnis. Die Saison war für das deutsche Team insgesamt von Enttäuschungen geprägt, hervorgerufen durch gesundheitliche Probleme, Verletzungen und eine fehlende Konstanz in den Spitzenleistungen. Cheftrainer Uros Velepec räumte die Schwierigkeiten ein und betonte die Notwendigkeit einer produktiven Sommervorbereitung. Auch Sportdirektor Felix Bitterling hob die anspruchsvolle Saison hervor und unterstrich die Bedeutung von Erholung und gezielter Vorbereitung für die Zukunft. Die Hoffnungen ruhen nun auf der kommenden Saison, in der sich der deutsche Biathlonsport von diesem historischen Rückschlag erholen und zu gewohnten Erfolgen zurückfinden möchte.