Fußballvereine der Spitzenligen haben innerhalb des letzten Jahres eine schwindelerregende Summe von 1,3 Milliarden Euro an Spielerberaterhonoraren ausgegeben. Karl-Heinz Rummenigge, der die Europäische Klubvereinigung (ECA) anführt und früher den FC Bayern leitete, kritisiert diese enormen Kosten scharf und bezeichnet sie als "völlig irrational". Er äußert sich besonders verärgert über die gescheiterten Versuche der FIFA, die Beraterprovisionen zu regulieren. Der Weltfußballverband hatte Obergrenzen eingeführt, beispielsweise 3 Prozent des Spielersalärs und 6 bzw. 10 Prozent der Ablösesumme für abgebende beziehungsweise aufnehmende Vereine. Diese Deckelungen wurden jedoch von Spieleragenten erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) angefochten und dort außer Kraft gesetzt. Rummenigge sieht in der Entscheidung des EuGH eine problematische Entwicklung und deutet an, dass Vereine und nationale Verbände bei anhaltender Problematik rechtliche Schritte gegen Berater oder die unzureichende Regulierung der FIFA einleiten könnten. Er betont die Notwendigkeit fairer Wettbewerbsbedingungen, insbesondere um kleinere Vereine zu schützen. Die genannte Summe von 1,3 Milliarden Euro bezieht sich ausschließlich auf internationale Spielertransfers. Das Thema der Beraterprovisionen stellt seit Langem einen strittigen Punkt im Profifußball dar. Die Macht der Berater und deren Fähigkeit, Regulierungen zu umgehen, stoßen bei Rummenigge auf deutliche Frustration. Er fordert eine umfassende, weltweit gültige Regulierung, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.