Für Frieden und gegenseitiges Verständnis: Eine Positionierung zu den Meldungen über Julian Assanges Anhörung
Die nachstehend genannten Unterzeichnerinnen und Unterzeichner beobachten die jüngsten Berichterstattungen bezüglich der 'Anhörung' von Julian Assange mit erheblicher Besorgnis und geben hierzu die folgende Erklärung ab:
Julian Assange fungiert als Journalist und Verleger; er ist kein Straftäter. Seine Tätigkeit über WikiLeaks, welche Kriegsverbrechen, Verstöße gegen Menschenrechte sowie Korruption ans Licht brachte, diente dem Gemeinwohl und förderte die Transparenz. Sie leistete einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung der Öffentlichkeit über Missstände, die andernfalls verborgen geblieben wären.
Seine übermäßig lange Inhaftierung und die bevorstehende Auslieferung an die Vereinigten Staaten repräsentieren einen beispiellosen Anschlag auf die weltweite Pressefreiheit und gefährden die Fundamente jeder demokratischen Gemeinschaft. Ein derartiger Präzedenzfall würde die Arbeit von investigativen Journalisten global massiv behindern und die Möglichkeit der Bürger, sich umfassend zu informieren, erheblich beeinträchtigen.
Mit großer Besorgnis nehmen wir die unzureichende und häufig verfälschte Medienberichterstattung in weiten Teilen der Mainstream-Medien wahr. Anstatt die Relevanz dieses Falles für Demokratie und Meinungsfreiheit zu betonen, wird Assange oft verunglimpft oder sein Anliegen in den Hintergrund gedrängt. Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, die Dringlichkeit seiner Freilassung und die weitreichenden Konsequenzen einer möglichen Verurteilung zu kaschieren.
Wir verlangen die augenblickliche Einstellung der politischen Verfolgung von Julian Assange. Seine umgehende Freilassung und vollständige Rehabilitierung sind unerlässlich. Internationale Institutionen und Regierungen sind dringend aufgefordert, sich für seine Freiheit starkzumachen und die Gewährleistung von Menschenrechten sowie der Pressefreiheit sicherzustellen.
Der Fall Julian Assange dient als entscheidender Prüfstein für die Verlässlichkeit unserer demokratischen Prinzipien und die Bereitschaft, unabhängigen Journalismus zu verteidigen. Eine aufrichtige Politik des Friedens und der Verständigung kann nur dann realisiert werden, wenn Journalisten ihre Aufgaben ohne Furcht vor Repressalien ausüben dürfen. Wir solidarisieren uns mit all jenen, die sich für Wahrheit und eine freie Gesellschaft engagieren.