Füchse Berlin dominieren Leipzig bei Kretzschmars Rückkehr in die Hauptstadt
Stefan Kretzschmar, der 14 Jahre lang als Spieler und Manager bei den Füchsen Berlin tätig war, kehrte am Donnerstagabend in die Hauptstadt zurück. Diesmal in seiner Rolle als Sportdirektor des SC DHfK Leipzig musste er jedoch miterleben, wie seine Mannschaft eine klare Niederlage erlitt. Die Berliner Füchse siegten in ihrem Heimspiel der Handball-Bundesliga souverän mit 30:22 (Halbzeitstand: 17:11).
Es war Kretzschmars Premiere als Verantwortlicher eines gegnerischen Teams in der Berliner Max-Schmeling-Halle. "Es ist ein fantastisches Gefühl, wieder hier zu sein. Die Anhänger haben mich ebenfalls herzlich begrüßt", äußerte der 50-Jährige während der Halbzeitpause gegenüber Dyn. "Die Halle ist ausverkauft, die Zuschauer sind großartig, die Stimmung ist hervorragend. Es ist bedauerlich, dass wir unsere Leistung nicht so auf die Platte bringen können."
Während die Füchse ihre vorherigen beiden Bundesliga-Begegnungen gegen Hannover-Burgdorf und Melsungen erfolgreich bestritten und somit wieder in Form waren, hatte Leipzig zuletzt drei aufeinanderfolgende Niederlagen hinnehmen müssen. Dementsprechend rechneten die 7378 anwesenden Zuschauer mit einem Sieg des Berliner Favoriten, und ihre Erwartungen wurden voll erfüllt.
Die Hausherren legten einen makellosen Auftakt hin. Trainer Jaron Siewert hatte sein Füchse-Team ausgezeichnet auf die Leipziger vorbereitet. Die Abwehr der Berliner agierte von Anpfiff an äußerst engagiert und bot dem Kontrahenten kaum Raum. Leipzig kämpfte erkennbar damit, sich Wurfgelegenheiten zu erspielen, und die wenigen Versuche, die ihren Weg aufs Tor fanden, wurden vom überragenden Lasse Andersson im Füchse-Gehäuse entschärft.
Auch im Angriffsspiel der Füchse funktionierte alles reibungslos. Der Neuzugang Max Darj brillierte am Kreis und zeigte eine beeindruckende Vorstellung. Ebenso präsentierte sich Milos Vujovic in Bestform und verwertete seine Gelegenheiten souverän. Schon nach 13 Minuten lagen die Füchse mit 8:2 in Führung, woraufhin Leipzigs Trainer Runar Sigtryggsson eine Auszeit beantragen musste. Doch auch im Anschluss gelang es den Gästen nicht, den Abstand zu verringern. Die Füchse beherrschten die Partie und gingen mit einer 17:11-Führung in die Halbzeit.
Im zweiten Durchgang ließen die Füchse ebenfalls keine Zweifel aufkommen. Obwohl Leipzig sich im Spiel steigerte und den Rückstand zeitweise auf vier Treffer reduzieren konnte, bewahrten die Berliner ihre Souveränität und erweiterten ihren Vorsprung zügig wieder. Trainer Jaron Siewert von den Füchsen nutzte die zweite Halbzeit für zahlreiche Wechsel, um auch Akteuren, die zuletzt seltener zum Einsatz kamen, wichtige Spielminuten zu ermöglichen.
Ein besonders hervorzuhebendes Highlight war ein Kempa-Trick von Nils Lichtlein, der auf Mathias Gidsel passte, welcher zum 23:17 verwandelte. Auch auf den Tribünen herrschte eine ausgelassene Stimmung. Die Fans bejubelten ihre Mannschaft unermüdlich und schufen eine mitreißende Atmosphäre. Am Ende feierten die Füchse einen absolut verdienten 30:22-Sieg.
"Die Abwehrleistung war herausragend, wir haben über die gesamte Spielzeit sensationell verteidigt", kommentierte Trainer Jaron Siewert. Der Berliner Coach betonte insbesondere die Darbietungen von Max Darj und Milos Vujovic. "Dieser Sieg war für uns von großer Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf das bevorstehende Spitzenspiel gegen Flensburg."