Frankfurter Sportklinik schließt: Uniklinikum integriert ACCG-Spezialisten
Die Frankfurter Sportklinik hat ihren Betrieb eingestellt. Das Universitätsklinikum Frankfurt übernimmt im Zuge dieser Schließung die renommierte Praxisgemeinschaft ACCG, spezialisiert auf Gelenkchirurgie und Sportmedizin. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und ein Mangel an Fachpersonal werden als Hauptgründe für das Aus der Sportklinik genannt.
Die 2011 gegründete ACCG (Arthro-Klinik, Chirurgie Gelenke und Sportmedizin Frankfurt) galt als führendes Zentrum in der orthopädischen und unfallchirurgischen Versorgung sowie der Sportmedizin, insbesondere unter der Leitung von Professor Dr. Winfried Siebert.
Sämtliche zwölf Ärzte der ACCG wechseln nun zum Universitätsklinikum Frankfurt. Darunter befinden sich bekannte Namen wie Dr. Georg Schoch und Dr. Rüdiger Seil. Sie werden in die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie integriert, wo ein neues „Zentrum für Spezielle Orthopädie und Sporttraumatologie“ entstehen wird.
Das Universitätsklinikum profitiert erheblich von dieser Übernahme. Es stärkt nicht nur seine Position als führendes medizinisches Zentrum, sondern erweitert auch sein Leistungsspektrum im Bereich der Sportmedizin, Gelenkchirurgie und Endoprothetik. Für die bestehenden ACCG-Patienten ist somit eine nahtlose Weiterversorgung gewährleistet.
Professor Siebert wird das Universitätsklinikum fortan als strategischer Berater unterstützen. Die Leitung des neuen Zentrums übernehmen Dr. Schoch und Dr. Seil, die ihre bewährten Behandlungskonzepte und Patientenkontakte einbringen.
Professor Dr. Jürgen Hölscher, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums, äußerte sich begeistert über die Neugewinnung. Er betonte, dass die Bündelung der Expertisen für Patienten einen erheblichen Mehrwert darstelle.
Trotz der allgemein angespannten Lage im Gesundheitswesen sieht das Universitätsklinikum in dieser Fusion eine Chance zur Weiterentwicklung und Verbesserung der medizinischen Versorgung.