Ford ruft über 600.000 Fahrzeuge in Nordamerika zurück: Brandgefahr durch defekte Einspritzdüsen
Eine umfassende Rückrufaktion betrifft derzeit rund 600.000 Ford-Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten und Kanada. Grund für diese Maßnahme ist ein bekanntes Brandrisiko bei bestimmten Modellen. Dieser Artikel klärt auf, welche Fahrzeuge von der Problematik betroffen sind und welche Schritte Halter nun unternehmen sollten.
Die Nationale Straßenverkehrssicherheitsbehörde der USA (NHTSA) hat einen Ford-Rückruf bekannt gegeben, der mehr als 600.000 Einheiten umfasst. Der Rückruf ist notwendig geworden, da bei den betroffenen Fahrzeugen die Kraftstoffeinspritzdüsen Risse entwickeln können. Diese Risse führen zu einem Kraftstoffleck, bei dem sich Benzin ansammeln und entzünden kann. Im schlimmsten Fall kann dies zu Fahrzeugbränden führen.
Konkret betroffen sind die Modelle Ford Escape aus den Baujahren 2020 bis 2023, der Ford Bronco Sport der Jahrgänge 2021 bis 2023 sowie der Ford Maverick, produziert in den Jahren 2022 bis 2023.
Ford plant, die Eigentümer der betreffenden Fahrzeuge ab dem 2. April 2024 zu benachrichtigen. In der Vertragswerkstatt wird eine Software-Aktualisierung durchgeführt. Diese Software ist in der Lage, einen Druckabfall in der Einspritzdüse zu erkennen. Sollte ein solcher Druckabfall festgestellt werden, wird die Leistung des Motors automatisch reduziert und der Fahrer über die Dringlichkeit einer Reparatur informiert. Zusätzlich dazu könnte ein Entwässerungsloch in das Motorgehäuse gebohrt werden, um eine eventuelle Kraftstoffansammlung sicher ableiten zu können.
**Wichtiger Hinweis für Europa:** Es wird ausdrücklich betont, dass die in Europa vertriebenen Modelle von den genannten Problemen voraussichtlich nicht betroffen sind. Wer jedoch ein Fahrzeug der betroffenen Baureihen aus den USA importiert hat, sollte sich umgehend bei seinem Ford-Händler erkundigen, ob sein Fahrzeug unter die Rückrufaktion fällt.