Ford ruft 74.000 Fahrzeuge in Deutschland zurück: Brandgefahr durch Batterieprobleme
Ford hat einen umfassenden Rückruf eingeleitet, der in Deutschland etwa 74.000 Fahrzeuge betrifft. Der Grund für diese Maßnahme ist eine potenzielle Brandgefahr, die von der 12-Volt-Batterie ausgehen kann. Global gesehen sind von diesem Rückruf rund 420.000 Fahrzeuge betroffen.
Die von diesem Defekt betroffenen Modelle umfassen verschiedene Baureihen des Herstellers, darunter der Ford Kuga, Transit Connect, Focus, Fiesta und EcoSport. Es handelt sich hierbei um Fahrzeuge, die in den Produktionsjahren 2014 bis 2022 gefertigt wurden.
Die Gefahr entsteht durch eine mögliche Überhitzung der 12-Volt-Batterie. Ein mangelhafter Druckausgleich in einem Sensor, der Teil des Batteriemanagementsystems ist, kann dazu führen, dass Elektrolytflüssigkeit austritt. Diese ausgetretene Flüssigkeit wiederum kann sich entzünden und somit einen Fahrzeugbrand verursachen.
Nach bisherigen Informationen wurden in Deutschland bereits zwei Fälle von Fahrzeugbränden registriert, die in direktem Zusammenhang mit diesem spezifischen Mangel stehen. Europaweit wurden insgesamt 13 derartige Vorfälle gemeldet.
Ford wird alle Halter der relevanten Fahrzeuge direkt kontaktieren, um sie über die Notwendigkeit eines Werkstattbesuchs zu informieren. Das Unternehmen hat bereits ein spezielles Ersatzteil entwickelt, um das Problem dauerhaft zu beheben.
In der Fachwerkstatt wird ein Entlüftungsventil in das Sensorsystem der Batterie integriert. Diese technische Anpassung soll sicherstellen, dass der Druckausgleich korrekt funktioniert und somit das Austreten von Elektrolyt sowie die damit verbundene Brandgefahr effektiv unterbunden werden.