Eskalation im Persischen Golf: Kann Trump den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus zwingen?
Nach den Übergriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman verschärfen die Vereinigten Staaten ihre Maßnahmen gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump zog eine militärische Intervention nicht von der Hand und kündigte zusätzliche Strafmaßnahmen an. Die iranische Führung kontert mit der Drohung, die wichtige Seestraße von Hormus zu blockieren, sollte ihr der Ölexport verwehrt bleiben. Diese Meerenge stellt eine der global bedeutendsten Schifffahrtsrouten dar; rund ein Fünftel des internationalen Ölhandels passiert sie. Eine Sperrung würde weitreichende Folgen für die globale Ökonomie nach sich ziehen. Fachleute, darunter Dr. Ali Fathollah-Nejad von der Brookings Institution, beurteilen Trumps strategisches Vorgehen als riskant, da es eine weitere Zuspitzung begünstigen könnte. Es wird befürchtet, dass die von Trump verfolgte "Politik des maximalen Drucks" eher eine militärische Konfrontation provoziert, anstatt zur Beruhigung der Lage beizutragen. Obwohl der Iran die Schließung dieser Wasserstraße mehrfach angedroht hat, wurde diese Drohung bislang nicht umgesetzt. Eine solche Blockade würde auch dem Iran selbst erheblichen Schaden zufügen, da die eigene Wirtschaft maßgeblich von den Ölexporten abhängt. Die internationale Gemeinschaft, vor allem europäische Länder, bemüht sich intensiv um eine diplomatische Lösung, um eine militärische Auseinandersetzung zu vermeiden. Es besteht die Sorge, dass sich beide Parteien in einer Eskalationsspirale befinden, aus der ein Ausweg immer schwieriger wird. Berater Trumps, wie John Bolton, sind als Hardliner bekannt, die offen einen Regimewechsel im Iran befürworten. Die aktuellen Spannungen haben ein Rekordniveau erreicht, und die globale Aufmerksamkeit richtet sich besorgt auf die Ereignisse in dieser Region. Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, den Iran zu Verhandlungen zu bewegen, um ein weitreichenderes Abkommen zu erzielen, welches auch das iranische Raketenprogramm und dessen regionale Aktivitäten umfasst. Der Iran fordert im Gegenzug die Aufhebung der verhängten Sanktionen und die Wiederaufnahme des Atomabkommens von 2015.