Erneute Niederlage für EV Zug: Angriff lahmt, Topscorer Kovar sitzt frustriert auf der Tribüne
Der EV Zug steckt weiterhin in einer tiefen Krise. Gegen Lausanne kassierte das Team am Dienstag eine 1:2-Heimniederlage, die vierte in den letzten fünf Partien. Die Ursache für die anhaltende Misere ist offensichtlich: Die Offensive der Zuger lahmt bedenklich und findet trotz zahlreicher Gelegenheiten keinen Weg ins Tor. Es war bereits die vierte Begegnung in Serie, in der die Zentralschweizer nicht mehr als einen Treffer erzielen konnten.
Obwohl der EVZ über weite Strecken die Partie dominierte, 36 Torschüsse abgab und viel Puckbesitz verbuchte, fehlte es an entscheidender Durchschlagskraft und Kreativität im letzten Drittel. Die Angriffe wirkten oft zu kompliziert und unentschlossen, viele Spieler suchten den zusätzlichen Pass, statt den direkten Abschluss zu suchen. Dies führte dazu, dass gute Tormöglichkeiten ungenutzt blieben, etwa durch Hofmann, O'Neill oder Simion. Hinzu kam ein ineffektives Powerplay, das dreimal wirkungslos blieb und die Probleme in Überzahl unterstrich.
Brisant war die Entscheidung von Trainer Dan Tangnes, den letztjährigen Torschützenkönig Jan Kovar als überzähligen Ausländer auf die Tribüne zu setzen. Tangnes begründete diese Massnahme mit dem Wunsch nach mehr Ausgewogenheit und einer neuen Dynamik im Team. Die Frustration war Kovar auf der Tribüne sichtlich anzusehen. Fans äusserten ihren Unmut über die aktuelle Situation mit Pfiffen, was die angespannte Stimmung im Stadion verdeutlichte. Die Mannschaft scheint jenen Killerinstinkt verloren zu haben, der sie in ihren Meisterjahren auszeichnete, während Gegner wie Lausanne ihre wenigen Chancen eiskalt nutzen konnten, wie bei den Treffern von Heldner und Suomela.
Die Defensive der Zuger zeigte sich zwar meist stabil, doch die fehlende Offensive kann diese Leistung nicht kompensieren. Der EV Zug muss dringend eine Lösung für seine Torflaute finden, um nicht weiter in der Tabelle abzurutschen und die Geduld der Fans nicht überzustrapazieren.