Der anfänglich höhere Kaufpreis von Elektrofahrzeugen gegenüber konventionellen Verbrennern wie Benzinern und Dieseln, der viele potenzielle Käufer abschreckt, wird sich in absehbarer Zeit auflösen. Dieser Preisunterschied schrumpft bereits heute in einem bemerkenswerten Tempo. Ursächlich hierfür sind maßgeblich sinkende Produktionskosten für Batterien, steigende Fertigungsmengen, die Skaleneffekte ermöglichen, sowie staatliche Fördermaßnahmen, die den Umstieg auf Elektromobilität begünstigen. Der frühere Volkswagen-CEO Herbert Diess prognostizierte bereits vor Längerem, dass Elektroautos in ihrer Anschaffung sogar günstiger sein werden als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Auch wenn derzeit ein VW ID.3 noch einen höheren Listenpreis aufweist als ein VW Golf, deutet die Entwicklung darauf hin, dass die Elektrovariante bald den Titel „Volks-Wagen“ auch im Sinne des Kaufpreises verdienen wird. Betrachtet man nicht nur den reinen Anschaffungspreis, sondern die Gesamtkosten über die Lebensdauer eines Fahrzeugs (Total Cost of Ownership, TCO), zeigen Elektroautos aufgrund niedrigerer Betriebs- und Wartungskosten oft schon heute Vorteile. Der entscheidende Durchbruch für die Massenakzeptanz wird jedoch der Punkt sein, an dem der reine Kaufpreis kein Hindernis mehr darstellt. Experten gehen davon aus, dass dieser Wendepunkt möglicherweise schon ab dem Jahr 2025 erreicht sein könnte, in bestimmten Fahrzeugsegmenten eventuell sogar früher. Wenn der Anschaffungspreis keine Barriere mehr darstellt, fällt ein wesentliches Argument gegen Elektrofahrzeuge weg. Dies wird die Dynamik im Automobilmarkt massiv beeinflussen. Die Konsequenz wird sein, dass Verbrennerfahrzeuge zunehmend zu Nischenprodukten mutieren. Der unaufhaltsame Trend zur Elektromobilität wird sich weiter beschleunigen, sobald der Preisvorteil der Verbrenner entfällt. Die Transformation hin zur elektrischen Zukunft im Straßenverkehr ist damit nicht nur wünschenswert, sondern auch unumgänglich.