Dräger profitiert stark von erhöhten Verteidigungsausgaben
Der Lübecker Medizintechnik- und Sicherheitsspezialist Drägerwerk profitiert zunehmend von den weltweit gestiegenen Sicherheitsanforderungen und erhöhten Verteidigungsausgaben. Das Unternehmen verzeichnet einen deutlichen Aufschwung in seiner Sicherheitstechniksparte, angetrieben durch die robuste Nachfrage von Streitkräften und Sicherheitsbehörden.
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Bereich Sicherheitstechnik um beeindruckende 17,5 Prozent. Diese starke Entwicklung trug zu einem Gesamtwachstum des Konzernumsatzes von 10,8 Prozent bei, wodurch dieser 809 Millionen Euro erreichte. Gleichzeitig verdoppelte sich der Nettogewinn des Unternehmens in diesem Zeitraum beinahe auf 38,6 Millionen Euro.
Die positive Geschäftsentwicklung wird zusätzlich durch die Auftragseingänge bestätigt. Während die Medizintechniksparte einen soliden Anstieg von 5,9 Prozent bei den neuen Aufträgen verzeichnete, übertraf die Sicherheitstechniksparte mit einem beeindruckenden Zuwachs von 12,3 Prozent. Das Sicherheitsgeschäft erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Jahres einen Umsatz von 213 Millionen Euro.
Stefan Dräger, der Vorstandsvorsitzende von Dräger, unterstrich die weltweit wachsende Nachfrage nach Atemschutz- und Gasmessgeräten seitens der Sicherheitskräfte und des Militärs. Er hob hervor, dass die Produkte des Unternehmens für den persönlichen Schutz, insbesondere bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen (CBRN) Bedrohungen, von entscheidender Bedeutung sind. Erhöhte Ausgaben von Regierungen, wie das deutsche „Sondervermögen“ für die Bundeswehr, haben hierbei einen erheblichen Impuls gegeben.
Die strategische Bedeutung des Unternehmens in diesem Sektor zeigt sich in früheren Engagements, darunter ein umfangreicher Auftrag aus der Ukraine in den Jahren 2022/2023. Darüber hinaus pflegt Dräger eine langjährige strategische Partnerschaft mit der Bundeswehr und der Bundespolizei zur Lieferung kritischer Atemschutzgeräte. Diese Entwicklungen bestätigen einen nachhaltigen Trend zu erhöhter Nachfrage nach Drägers Sicherheitslösungen.
Gleichzeitig zeigte sich auch die Medizintechniksparte leistungsstark, mit einem Umsatzplus von 8,3 Prozent und einem Anstieg der Auftragseingänge um 5,9 Prozent. Die Profitabilität in diesem Segment profitierte von gesunkenen Fracht- und Einkaufskosten.
Trotz des positiven Jahresstarts bestätigte Dräger seine Jahresprognose. Für das Gesamtjahr 2024 erwartet das Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 1 und 5 Prozent sowie eine EBIT-Marge im Bereich von 2 bis 5 Prozent. Das Unternehmen wies jedoch auf die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten als kritischen Faktor hin, der die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen könnte.