Dominik Krause, ein aufstrebender Star der Grünen und aktueller Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, äußert im Alter von 33 Jahren seinen Wunsch, Oberbürgermeister von München zu werden. In einem Café im Stadtteil Haidhausen sinniert er über seinen Werdegang, der ihn von Berlin nach München führte, wo er zunächst ein Studium der Philosophie und Politikwissenschaften begann, später an der LMU Fächer wie Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Jura belegte, jedoch keines davon mit einem Abschluss beendete. Sein politischer Weg begann 2011 mit dem Eintritt bei den Grünen. Schon 2014 zog er in den Stadtrat ein und übernahm 2020 die Führung der Fraktion. Krause empfindet seine aktuelle Rolle als nicht ausreichend; er möchte nicht nur verwalten, sondern aktiv die Zukunft Münchens gestalten und prägen. Man beschreibt ihn als zugänglich, humorvoll, redegewandt und zielstrebig. Die zentralen Anliegen von Krauses politischer Vision umfassen konsequenten Klimaschutz, die Stärkung sozialer Gerechtigkeit und eine umfassende Transformation der Mobilität. Er ist überzeugt, dass München, obwohl es bereits gut dasteht, noch erhebliches Potenzial für nachhaltige Veränderungen besitzt. Seine Ambitionen umschreibt er als eine „kleine Revolution“, die darauf abzielt, die Stadt grundlegend umzugestalten, anstatt lediglich den Status quo zu verwalten. Er kritisiert eine Politik, die sich zu sehr auf Bewährtes konzentriert. Häufig wird er als „Naturtalent“ oder „politisches Phänomen“ bezeichnet. In seinen politischen Auseinandersetzungen meidet er persönliche Angriffe und legt den Fokus stattdessen auf sachliche Argumente. Trotz der hohen Anforderungen seines politischen Engagements hält er Details zu seinem Privatleben zurück. Krause ist sich der Herausforderung bewusst, gegen den amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) anzutreten, zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Grünen in München die Wahl gewinnen können. Er verweist auf die kontinuierlich steigenden Wahlergebnisse der Grünen in der Stadt und führt den Erfolg des „München-Takts“ im öffentlichen Nahverkehr als Beispiel für erfolgreiche grüne Politik an. Er repräsentiert eine Generation, die mutigere Schritte im Klimaschutz fordert und tritt selbstbewusst auf, überzeugt von seiner Fähigkeit, die Stadt zu führen. Nach dem Gespräch verlässt Krause das Café, bereit für die anstehenden politischen Herausforderungen.