Alexander Dobrindt von der CSU, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, hat erneut bekräftigt, dass die AfD eine rechtsextremistische Partei ist und eine Zusammenarbeit mit ihr kategorisch ablehnt. Er unterstrich am Sonntag in Berlin, dass eine solche Kooperation auch nach der thüringischen Landtagswahl im kommenden Jahr nicht infrage kommt. Dobrindt äußerte sich damit als Reaktion auf frühere Kommentare von CDU-Vorsitzendem Friedrich Merz, der zuvor die Option einer lokalen Zusammenarbeit mit der AfD in Betracht gezogen hatte. Merz hatte diese Aussagen jedoch nach weitreichender Kritik am Wochenende revidiert. Der CSU-Politiker hob hervor, dass die sogenannte Brandmauer zur AfD unter keinen Umständen wanken dürfe. „Eine Kooperation mit dieser Partei, selbst auf kommunaler Ebene, ist undenkbar“, erklärte Dobrindt und bekräftigte die Notwendigkeit, diese Abgrenzung zur AfD konsequent aufrechtzuerhalten. Das 2018 von der CDU verabschiedete Grundsatzpapier, welches eine Kooperation mit der Linkspartei und der AfD untersagt, behält nach Merz' jüngster Aussage weiterhin seine Gültigkeit. Dobrindt verwies zudem auf die Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz, welches bestimmte Bereiche der AfD als gesichert rechtsextremistisch einstuft. „Mit derartigen Parteien kann es weder eine Kooperation noch eine Annäherung geben; stattdessen ist eine unmissverständliche und strikte Abgrenzung geboten“, führte Dobrindt aus. Er charakterisierte die AfD ferner als eine „antidemokratische, antieuropäische und fremdenfeindliche Partei“. Im kommenden Jahr steht in Thüringen die Wahl des neuen Landtags an. Aktuellen Umfragen zufolge liegt die AfD dort deutlich vor den anderen politischen Kräften.