Zürich – In der Schweizer Politik wächst die Besorgnis über die rapide Ausbreitung von mittels Künstlicher Intelligenz geschaffenen pornografischen Darstellungen, bekannt als Deepfakes. Speziell weibliche Politiker sind vermehrt von diesen manipulativen Bildern betroffen, die oft darauf abzielen, Personen in kompromittierenden, jedoch nie stattgefundenen Situationen abzubilden. Verschiedene Kantons- und Bundespolitikerinnen haben daher konkrete Massnahmen ins Spiel gebracht, um Leidtragende wirksamer zu schützen und Täter effizienter zur Rechenschaft zu ziehen. Im Fokus der gestellten Forderungen steht die beschleunigte Löschung solcher Inhalte von Internet-Plattformen sowie eine Verschärfung der existierenden Gesetzgebung. Aktuell scheint der juristische Rahmen der technologischen Entwicklung nachzuhinken, was es den Betroffenen erschwert, gegen die Verbreitung vorzugehen. Es wird kritisiert, dass die Beweislast oftmals bei den Opfern liege und der Prozess zur Entfernung der Inhalte als aufwendig und zeitraubend empfunden wird. Zusätzlich gestalte sich die Strafverfolgung kompliziert, da die Urheber oft anonym bleiben oder aus dem Ausland agieren. Eine parteiübergreifende Koalition von Politikerinnen aus dem Zürcher Kantonsrat und dem Bundesparlament hat sich zusammengefunden, um auf die Dringlichkeit der Lage hinzuweisen. Sie schlagen vor, dass Plattformbetreiber stärker in die Verantwortung genommen werden müssen, Deepfakes proaktiv zu erkennen und zu entfernen. Darüber hinaus fordern sie eine Aufklärungskampagne, um die Öffentlichkeit über die Risiken und die rechtlichen Konsequenzen der Erstellung und Verbreitung von Deepfakes zu informieren. Langfristig sei auch eine Anpassung des Strafrechts unerlässlich, um den Tatbestand des nicht-einvernehmlichen virtuellen sexuellen Missbrauchs präzise zu definieren und angemessen zu sanktionieren. Die Politikerinnen betonen, dass dies nicht allein eine individuelle, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt. Deepfakes untergraben das Vertrauen in visuelle Medien und können Karrieren sowie die psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Die Forderung nach einem nationalen Aktionsplan wird laut, um koordiniert gegen diese Form der digitalen Gewalt vorzugehen. Es gehe primär darum, die digitale Selbstbestimmung zu gewährleisten und einen sicheren Online-Raum für jedermann zu schaffen.