Die Earth Hour: Eine Stunde Dunkelheit für unseren Planeten
Jedes Jahr ruft der World Wide Fund for Nature (WWF) zur globalen Earth Hour auf, einer Aktion, bei der Menschen weltweit für eine Stunde die Lichter ausschalten. Dieses Jahr findet das symbolische Event am Samstagabend, dem 28. März, zwischen 20:30 Uhr und 21:30 Uhr Ortszeit statt. Die Initiatoren möchten damit ein deutliches Zeichen für den Schutz des Klimas und den Erhalt unserer natürlichen Umwelt setzen.
Bekannte Bauwerke und Wahrzeichen rund um den Globus werden sich der Dunkelheit anschließen. Dazu zählen prominente Beispiele wie das Brandenburger Tor in Berlin, der Pariser Eiffelturm, das Opernhaus in Sydney und das Empire State Building in New York. Der WWF betont die anhaltende Relevanz des Klimaschutzes, selbst in Phasen globaler Krisen. Eberhard Brandes, Geschäftsführer des WWF Deutschland, äußerte: "Die aktuelle Corona-Pandemie verdeutlicht, wie anfällig die Menschheit ist und wie abrupt sich unser Alltag verändern kann. Es ist unerlässlich, die Lehren aus dieser Krise zu ziehen und den Kampf gegen die Klimakrise nicht aus den Augen zu verlieren."
Die Earth Hour dient als Gelegenheit, auf die Dringlichkeit der Umweltthematik aufmerksam zu machen und politische Entscheidungsträger zum Handeln zu bewegen. Der WWF fordert die deutsche Bundesregierung auf, ein umfassendes Klimaschutzpaket zu verabschieden, das die Wirtschaft nachhaltig umgestaltet und die im Pariser Klimaabkommen festgelegten Ziele erreicht.
Im Vorjahr, 2019, beteiligten sich in Deutschland ungefähr 3,7 Millionen Menschen an dieser Aktion. Über 400 Kommunen und Städte sowie 366 Firmen trugen ihren Teil dazu bei, indem sie für eine Stunde ihre Beleuchtung abschalteten. International waren Teilnehmer aus über 180 Nationen dabei. Die Ursprünge der Earth Hour liegen im Jahr 2007 in der australischen Stadt Sydney.