Die Drohnen-Kehrtwende der Trumps: Söhne produzieren, wo der Vater einst verbot
Als ehemaliger US-Präsident erließ Donald Trump während seiner Amtszeit ein Verbot für den Ankauf bestimmter Drohnen durch Bundesbehörden, wobei er hauptsächlich chinesische Hersteller aufgrund nationaler Sicherheitsbedenken ins Visier nahm. Eine bemerkenswerte Ironie ergibt sich nun daraus, dass seine Söhne, Donald Trump Jr. und Eric Trump, sich in ein Unternehmen zur heimischen Drohnenproduktion wagen.
Die prohibitive Maßnahme wurde im Jahr 2019 durch eine präsidiale Durchführungsverordnung (Executive Order) etabliert. Diese Anweisung untersagte es US-Regierungsstellen explizit, Drohnen ausländischer Herkunft zu beschaffen, mit einem besonderen Fokus auf jene aus China, unter Verweis auf potenzielle Spionagerisiken und den Schutz sensibler Daten.
Zufälligerweise, oder vielleicht strategisch, gründen Donald Trump Jr. und Eric Trump nun „American Tactical Systems“ (ATS), ein neues Unternehmen, das sich der Herstellung von Drohnen innerhalb der Vereinigten Staaten widmet. Ihr anfänglicher Marktschwerpunkt liegt auf dem Agrarsektor, wo Drohnen für vielfältige Aufgaben wie die Überwachung von Feldfrüchten und die präzise Ausbringung von Ressourcen eingesetzt werden können.
Diese Entwicklung provoziert unweigerlich Diskussionen über einen wahrgenommenen Interessenkonflikt, angesichts der früheren Maßnahmen des Vaters, den ausländischen Wettbewerb auf dem Drohnenmarkt einzuschränken. Die Söhne betonen jedoch den „Made in USA“-Aspekt ihrer Produkte und folgen damit einem breiteren Thema der heimischen Produktion, das oft von ihrem Vater vertreten wurde. Sie zielen darauf ab, eine wahrgenommene Lücke im Markt für amerikanisch hergestellte Drohnen zu füllen.