DFB vertieft Engagement gegen Rassismus durch neue Partnerschaft
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) intensiviert seinen Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, insbesondere im Bereich des Amateurfußballs. Zu diesem Zweck hat der Verband eine offizielle Kooperation mit der „Initiative Ofejimi“ bekannt gegeben, einer Organisation, die sich vehement für Vielfalt und gegen jede Form von Diskriminierung einsetzt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Personen, die von rassistischen Vorfällen betroffen sind, effektiver zu unterstützen und umfassende Präventionsarbeit zu leisten.
Die „Initiative Ofejimi“ entstand aus einer persönlichen Tragödie: Sie wurde von den Eltern des jungen Fußballers Ofejimi gegründet, nachdem dieser im Jahr 2021 auf einem Fußballfeld rassistischen Beleidigungen ausgesetzt und physisch angegriffen wurde. Die Initiative widmet sich der Vision einer diskriminierungsfreien Sportwelt und bietet hierfür ein breites Spektrum an Workshops, Bildungsangeboten sowie Beratungsleistungen an.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf unterstrich die enorme Bedeutung dieser Allianz: „Rassismus hat in unserem Sport absolut keinen Platz. Durch die Zusammenarbeit mit der Initiative Ofejimi gewinnen wir einen höchst erfahrenen und engagierten Partner, der unsere Bemühungen an der fußballerischen Basis maßgeblich verstärken wird.“ Er betonte, dass der DFB bereits eine Vielzahl von Projekten zur Bekämpfung von Diskriminierung umsetze, die neue Partnerschaft jedoch eine zielgerichtete und stärkere Unterstützung für die Opfer von rassistischen Attacken ermögliche.
Auch DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, der für den Amateurfußball zuständig ist, äußerte sich erfreut über die Partnerschaft. Er bezeichnete die Kooperation als eine „entscheidende Ergänzung“ der bereits existierenden Maßnahmen und hob hervor, dass die Sensibilisierung für das Thema in den Fußballvereinen weiter vorangetrieben werden müsse. Im Fokus stehe dabei die Förderung von Zivilcourage und die Optimierung der Meldeketten für solche Vorfälle.
Die gemeinsame Arbeit sieht unter anderem die Entwicklung und Verbreitung spezifischer Informationsmaterialien vor, die Durchführung von Schulungen für Trainer und Vereinsfunktionäre sowie die Etablierung leicht zugänglicher Beratungsangebote. Zudem soll die etablierte DFB-Kampagne „#NieWieder“, die sich dezidiert gegen Antisemitismus und Rassismus richtet, durch die neue Kooperation eine zusätzliche Stärkung erfahren.
Des Weiteren planen der DFB und die „Initiative Ofejimi“ die gemeinsame Durchführung öffentlichkeitswirksamer Kampagnen und Aktionen. Diese sollen dazu dienen, auf die Problematik aufmerksam zu machen, ein stärkeres Bewusstsein zu schaffen und für mehr Toleranz sowie gegenseitigen Respekt im gesamten Sportbereich zu werben. Die Kooperation ist auf eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit ausgelegt.