Deutscher Raketentestflug scheitert im letzten Moment wegen eines Fischers
Ein geplanter Testflug der deutschen Raumfahrtrakete „Spectrum“ wurde in Portugal in letzter Minute abgebrochen. Der Grund für die Unterbrechung war ein Fischer, der mit seinem Boot in die ausgewiesene Gefahrenzone einfuhr. Das in München ansässige Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace musste somit den Start seiner ersten selbst entwickelten Orbitalrakete für den aktuellen Tag annullieren.
Der Erstflug der „Spectrum“ war von der portugiesischen Atlantikküste nahe Sines geplant und sollte als Jungfernflug dienen. Zehn Minuten vor dem vorgesehenen Startzeitpunkt wurde der Countdown gestoppt, als das Fischerboot in den Sicherheitsbereich gelangte. Die Situation konnte nicht schnell genug gelöst werden, was schließlich zur vollständigen Absage des Testflugs für diesen Tag führte.
Die „Spectrum“ ist die erste privat entwickelte Orbitalrakete aus Deutschland und wird von Isar Aerospace gebaut. Das Unternehmen wird von namhaften Investoren wie Airbus Ventures und dem ehemaligen Audi-Chef Rupert Stadler unterstützt. Ihre Mission ist es, kleine Satelliten in den Weltraum zu befördern. Ein neuer Startversuch für die Rakete wird voraussichtlich in Kürze unternommen.