DB Netz-Chef Nagl: Pünktlichere Züge nur durch Angebotsreduzierung möglich
Philipp Nagl, der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG, äußerte die Ansicht, dass eine spürbare Verbesserung der Pünktlichkeit im deutschen Schienenverkehr nur durch eine Reduzierung des aktuellen Fahrplanangebots zu erreichen sei. Er begründete dies mit der gegenwärtigen Überlastung des Bahnnetzes, das sich gleichzeitig in einem umfassenden Modernisierungsprozess befindet. Diese Aussage kommt inmitten anhaltender Herausforderungen der Deutschen Bahn, die Fahrpläne zuverlässig einzuhalten.
Für die kommenden Jahre sind weitreichende Sanierungsarbeiten an den zentralen Hochleistungskorridoren, dem Rückgrat des deutschen Bahnnetzes, geplant. Diese notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen werden die vollständige Sperrung der betreffenden Streckenabschnitte erfordern. Als Beispiele für solche gravierenden Streckensperrungen nannte Nagl die Verbindungen zwischen Frankfurt und Mannheim, Hamburg und Berlin, Emmerich und Oberhausen, Obertraubling und Passau sowie Nürnberg und Regensburg. Die Arbeiten sollen zwischen 2024 und 2030 stattfinden und werden voraussichtlich erhebliche Einschränkungen für Reisende und den Gütertransport mit sich bringen. Nagls primäres Ziel ist es, nach Abschluss der Sanierungen eine hohe Qualität und langfristige Zuverlässigkeit der Infrastruktur zu gewährleisten.