David Alaba vor dem EM-Qualifikationsstart: "Wir fühlen uns bereit"
Das österreichische Fußball-Nationalteam steht kurz vor dem Beginn seiner EM-Qualifikationskampagne. Am kommenden Freitag, den 24. März, um 20:45 Uhr live auf ORF 1, empfängt das Team in Linz Aserbaidschan, gefolgt von einem Aufeinandertreffen mit Schweden nur vier Tage später. Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle herrscht innerhalb der Mannschaft eine spürbar positive Atmosphäre, angeführt von einem zuversichtlichen Kapitän David Alaba.
„Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist ausgezeichnet. Wir sind vollständig vorbereitet und brennen darauf, dass es endlich losgeht“, erklärte der Star von Real Madrid am Mittwoch vor dem abschließenden Training in Windischgarsten. Der 30-jährige Alaba räumte ein, dass auch eine "gewisse Anspannung" in der Luft liege. Die Konzentration sei hoch, um einen erfolgreichen Start in die Qualifikation zu gewährleisten.
Die Situation in der Gruppe F ist klar definiert: Belgien gilt als klarer Spitzenreiter, während sich Österreich und Schweden voraussichtlich um den zweiten Qualifikationsplatz streiten werden. Die ersten Begegnungen gegen Aserbaidschan und Schweden sind daher von entscheidender Bedeutung für den weiteren Verlauf. „Es sind zwei wichtige Partien, wenngleich nicht die wichtigsten meiner gesamten Laufbahn. Dennoch ist uns bewusst, was auf dem Spiel steht“, sagte Alaba und hob hervor, dass es "schön ist, in der Favoritenrolle zu sein".
Teamchef Ralf Rangnick äußerte sich voller Anerkennung über seinen Spielführer. „Die Beständigkeit seiner herausragenden Leistungen über die letzten Jahre hinweg ist schlichtweg Weltklasse“, betonte der 64-Jährige und hob insbesondere Alabas Führungsqualitäten hervor: „Er agiert als unser Motor, ist sowohl auf dem Feld als auch in der Umkleidekabine unser zentraler Denker und Anführer.“
Alaba revanchierte sich für die lobenden Worte und sprach seinerseits lobend über Rangnicks Arbeit. „Er hat extrem viel bewirkt und zahlreiche Veränderungen angestoßen. Wir begreifen uns als eine Einheit, als ein wahres Team, sowohl während des Spiels als auch abseits davon“, erklärte der Spieler mit 99 Länderspielen, der nach fast einem Jahr Verletzungspause erstmals wieder im Trikot des ÖFB auflaufen wird.
Neben Alaba werden auch Marko Arnautovic und Konrad Laimer wieder zum Kader der Nationalmannschaft stoßen. Allerdings muss Rangnick in diesen beiden Begegnungen auf mehrere Schlüsselspieler verzichten, darunter Marcel Sabitzer, Christoph Baumgartner, Stefan Posch, Gernot Trauner und Manprit Sarkaria, die allesamt verletzt sind. Die Mannschaft plant jedoch, diese Ausfälle "als Gelegenheit zu nutzen", um sich für kommende Aufgaben zu empfehlen.
Alaba äußerte sich zudem zu seiner Rolle innerhalb des Teams. „Ich bin kein reiner Sechser“, kommentierte er seine Position im defensiven Mittelfeld. Unter Rangnick bevorzugt der Wiener die Rolle als Innenverteidiger. „Ich spiele gerne dort, wo ich dem Kollektiv am effektivsten zur Seite stehen kann“, so Alaba abschließend.
Ziel der ÖFB-Elf ist es, am Freitag in Linz unbedingt die vollen drei Punkte einzufahren, um mit einem starken Selbstvertrauen in das Duell mit Schweden gehen zu können. Die Mannschaft ist hochmotiviert, die Endrunde der Europameisterschaft 2024 zu erreichen.