Der amtierende Fraktionschef der FDP im Bundestag, Christian Dürr, hat erklärt, dass er sich in der nächsten Legislaturperiode nicht erneut um den Vorsitz seiner Fraktion bewerben wird. Diese Information teilte er der „Süddeutschen Zeitung“ mit. Dürr führte persönliche Gründe für seinen Entschluss an. Er möchte zukünftig vermehrt seinem Privatleben und insbesondere seiner jungen Familie mit zwei Kindern mehr Aufmerksamkeit widmen. Er hob hervor, dass die Funktion des Fraktionsvorsitzenden eine äußerst zeitraubende Verpflichtung darstelle. Seinen Entschluss habe er seinen Parteikollegen der FDP sowie der Führungsspitze der Partei bereits übermittelt. Dürr bekräftigte jedoch, dass er sein direkt gewonnenes Mandat als Bundestagsabgeordneter für Braunschweig weiterhin ausüben und seine Wählerschaft vertreten werde. Dürr dementierte Spekulationen, sein Rücktritt stehe im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen „Richtungsstreit“ innerhalb der FDP. Er versicherte, dass seine Beweggründe ausschließlich im privaten Bereich lägen. Christian Dürr hatte den Vorsitz der FDP-Fraktion im Dezember 2021 übernommen. Davor hatte er die Position des ersten stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden inne. Seit dem Jahr 2017 ist er Abgeordneter der FDP im Deutschen Bundestag. Für Dürrs Nachfolge werden Namen wie Konstantin Kuhle und Johannes Vogel genannt. Kuhle ist momentan stellvertretender Fraktionschef, während Vogel als Generalsekretär der FDP fungiert. Beide werden dem bürgerlich-liberalen Spektrum der Partei zugeordnet.