Am Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus hat die deutsche Bundesregierung ihr entschlossenes Vorgehen gegen jede Form von Extremismus erneut bekräftigt und ihre tiefe Solidarität mit den Betroffenen und ihren Familien zum Ausdruck gebracht. Dieser jährlich am 11. März begangene Gedenktag geht auf eine Initiative der Europäischen Union zurück, die nach den verheerenden Terroranschlägen in Madrid im Jahr 2004 ins Leben gerufen wurde. Regierungssprecher Steffen Seibert betonte am Montag in Berlin, die Bundesregierung stelle sich entschieden gegen alle terroristischen Bedrohungen, gleichgültig ob sie von rechtsextremen, linksextremen oder islamistischen Gruppen ausgingen. Er erinnerte dabei eindringlich an die vielen Menschen, die durch Terrorakte ihr Leben verloren haben, verletzt wurden oder auf andere Weise schwer unter den Folgen leiden mussten. Diese Opfer und ihre Angehörigen verdienten die uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung der gesamten Gesellschaft. Seibert beschrieb einen umfassenden "Schutzschirm gegen den Terror", der aus mehreren Säulen bestehe: Prävention von Radikalisierung, konsequente strafrechtliche Verfolgung von Tätern, Schutz und Hilfe für die Opfer sowie die entschiedene Verteidigung unserer freien Gesellschaft vor Gewalt und Extremismus. Die fortwährende Aktualität der terroristischen Bedrohung werde durch Anschläge in Deutschland verdeutlicht, darunter der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, die Ereignisse in Münster, Hanau, Halle und jüngst der Messerangriff in Dresden. Terrorismus, so Seibert, sei ein direkter Angriff auf die Menschenwürde, auf unsere Freiheiten und auf das Fundament unserer demokratischen Gesellschaft. Deutschland werde sich auch künftig mit aller Kraft für die Bekämpfung des Terrorismus, für effektive Präventionsmaßnahmen und für die Stärkung der Rechte der Opfer einsetzen.