Beate Meinl-Reisinger zieht sich aus Impfkampagnen-Beratung zurück
Nach erheblichen Beanstandungen hat Beate Meinl-Reisinger, die Vorsitzende der NEOS-Partei, ihre Tätigkeit in der COVID-19-Impfberatungsgruppe des Gesundheitsministeriums beendet. Sie erklärte, die Art und Weise, wie das Ministerium ihren Rücktritt inszeniert habe, sei von ihr als „respektlos“ wahrgenommen worden.
Meinl-Reisinger war ursprünglich Mitglied des als „Covid-19-Krisenstab“ oder „Taskforce Impfen“ bezeichneten Gremiums, dessen Aufgabe es war, das Gesundheitsministerium bei der Gestaltung und Durchführung der Impfstrategie zu beraten. Ihre Zusage zur ehrenamtlichen Mitarbeit erfolgte im August 2021.
Die Einbindung Meinl-Reisingers zog von verschiedenen Seiten Kritik auf sich, darunter von Medizinern und anderen politischen Akteuren, die die Wirksamkeit und Kommunikation der Impfkampagne anzweifelten. Manche sahen in ihrer Funktion eine politische Motivation oder hielten sie für ineffizient.
Meinl-Reisinger versicherte, ihre ursprüngliche Absicht sei es gewesen, einen konstruktiven Beitrag zur Verbesserung der Impfkampagne zu leisten. Sie habe sich jedoch „instrumentalisiert“ gefühlt und bemängelte die unprofessionelle Kommunikation seitens des Gesundheitsministeriums.
Ihr Austritt wurde zudem als Indiz für die wachsenden Spannungen und das schwindende Vertrauen innerhalb der österreichischen Coronapolitik gewertet.