Der Spitzensportler Quentin Fillon Maillet hat eine tiefgehende Begeisterung für den Radrennsport entwickelt. Der Franzose trainiert dabei des Öfteren zusammen mit seinem Kollegen Émilien Jacquelin, und beide teilen eine besondere Bewunderung für die Radsportlegende Marco Pantani. Fillon Maillet nennt Pantani offen sein größtes Vorbild, insbesondere wegen dessen spektakulärer Fahrweise in den Bergen. Als Zeichen seiner Verehrung trägt der 31-Jährige sogar eine Kette mit einem Abbild Pantanis. Die Schattenseiten von Pantanis Karriere, geprägt durch Dopingvergehen, sind Fillon Maillet bewusst, doch schmälern sie seine Anerkennung für dessen sportliche Leistungen nicht. Fillon Maillet nähert sich dem Rennradfahren mit einer ähnlichen Intensität und Leidenschaft, wie er sie im Biathlon zeigt. Er schildert, dass er versucht, in jeder Trainingssession alles zu geben, um seine Leistung zu maximieren. Sein innerer Antrieb ist so stark, dass er sogar im Training seinen Teamkollegen Jacquelin übertreffen möchte. Das ist ihm allerdings noch nicht immer gelungen, wie er mit einem Schmunzeln verrät. Fillon Maillet beschreibt sich selbst als einen leichten Fahrer, der besonders am Berg seine Stärken ausspielen kann – eine Eigenschaft, die ihn unweigerlich an den einstigen „Piraten“ Pantani erinnert. Trotz der Kontroversen um Pantanis Vergangenheit bleibt Fillon Maillets Bewunderung für dessen einzigartigen Fahrstil und die Emotionen, die er im Sport weckte, bestehen. Fillon Maillet hebt hervor, dass Pantanis Art zu fahren und die Reaktionen des Publikums ihn tief beeindruckten. Für diesen Sommer hat sich der Biathlet ein persönliches Ziel gesetzt: Er plant, den berüchtigten Mont Ventoux mit dem Rad zu bezwingen – eine legendäre Etappe der Tour de France, die Pantani ebenfalls bezwang. Das Rennradfahren ist in der Welt des Winter- und Ausdauersports längst kein ungewöhnlicher Anblick mehr. Viele Biathleten und Langläufer nutzen das Rad als integralen Bestandteil ihres Sommertrainings. Dazu gehören bekannte Namen wie der Österreicher Simon Eder, der Norweger Johannes Thingnes Bø, die ehemalige deutsche Biathletin Laura Dahlmeier und der französische Ausnahmeathlet Martin Fourcade. Auch im Langlaufschwung sind Athleten wie die Schwedin Frida Karlsson und der Norweger Johannes Høsflot Klæbo begeisterte Radfahrer. Die Vorteile des Radsports für Biathleten sind vielfältig: Er ermöglicht es, andere Muskelgruppen zu beanspruchen als beim Skilanglauf und bietet eine willkommene Abwechslung im Trainingsalltag. Gleichzeitig dient er als hervorragendes Ausdauertraining. Für Fillon Maillet ist das Fahren in den Bergen von besonderer Bedeutung, da es ihm hilft, seine Kondition speziell für die anspruchsvollen Aufstiege im Biathlon zu optimieren. Über das bloße Training hinaus ist das Rennradfahren für viele dieser Athleten, einschließlich Fillon Maillet, eine tief empfundene Leidenschaft.