Die mit Spannung erwartete Mission Artemis 2, die erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes bringen soll, hat einen neuen Zeitplan erhalten. Die NASA gab bekannt, dass der Start der bemannten Mondumrundung nicht wie ursprünglich geplant Ende 2024 stattfinden wird, sondern auf September 2025 verschoben werden muss. Diese Entscheidung betrifft auch Artemis 3, die nun frühestens 2026 starten soll. Ziel dieser bedeutsamen Unternehmung ist es, die Funktionsfähigkeit sämtlicher Systeme zu überprüfen, die für zukünftige Mondlandungen im Rahmen des Artemis-Programms von entscheidender Bedeutung sind. Eine vierköpfige Crew, bestehend aus drei US-amerikanischen NASA-Astronauten und einem Mitglied der Kanadischen Raumfahrtagentur (CSA), wird die Reise antreten. Der geplante Flug wird voraussichtlich zehn Tage dauern und die Raumfahrer in einer Schleife um unseren Erdtrabanten führen, ohne dort zu landen. Als Transportmittel dient die leistungsstarke Space Launch System (SLS) Rakete, die die Orion-Raumkapsel ins All befördern wird. Die Verschiebung des Starttermins begründete die Raumfahrtagentur mit der Notwendigkeit weiterer Tests und Überprüfungen der Systeme sowie der Fertigstellung wichtiger Komponenten, um die Sicherheit der Crew zu gewährleisten. Besonders die Überprüfung der Lebenserhaltungssysteme und der Hitzeschilde der Orion-Kapsel erfordere mehr Zeit. Artemis 2 stellt einen historischen Schritt dar, da sie die erste bemannte Raumfahrtmission sein wird, die seit der Apollo-Ära über die niedrige Erdumlaufbahn hinausgeht. Sie ebnet den Weg für Artemis 3, mit der die erste bemannte Landung auf dem Mond seit Jahrzehnten vorgesehen ist, und dem langfristigen Ziel einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond, sowie später auch Mars-Missionen.