Arbeitsbekleidungshersteller Strauss plant europaweite Expansion in Bauhaus-Märkten
Das Biebergemünder Unternehmen Strauss, bekannt für seine Arbeitsbekleidung, intensiviert die Ausweitung seiner sogenannten „Workwearstores“. Henning Strauss, der Geschäftsführer, verfolgt das Vorhaben, zusätzliche Verkaufsstellen in den Filialen der Baumarktkette Bauhaus sowohl innerhalb Deutschlands als auch im europäischen Ausland zu etablieren.
Derzeit unterhält Strauss 15 Verkaufsstellen in deutschen Bauhaus-Märkten sowie eine Niederlassung in Österreich. Langfristig ist eine deutliche Steigerung dieser Zahl vorgesehen, wobei Strauss gegenüber dieser Zeitung von „potenziell 100 oder mehr“ Standorten sprach.
Das zugrunde liegende Konzept sieht ein „Store-in-Store“-Modell vor: Strauss mietet hierfür eine bestimmte Fläche innerhalb des jeweiligen Bauhaus-Baumarktes an und führt dort eine eigene Verkaufsstelle. Strauss erklärte, dass dies erfolgreich sei, da „Bauhaus eine etablierte Marke ist, über attraktive Standorte verfügt und eine relevante Kundengruppe anspricht: sowohl Handwerker, die dort Material einkaufen, als auch zahlreiche Heimwerker“.
Das anfängliche Pilotprojekt wurde 2021, im Jahr des 75-jährigen Firmenjubiläums von Strauss, in Krefeld initiiert, woraufhin die Expansion schrittweise vorangetrieben wurde. Zunächst ist die Schaffung eines „flächendeckenden Netzes“ der „Workwearstores“ in Deutschland beabsichtigt. Anschließend sollen jene Länder folgen, in denen Bauhaus ebenfalls vertreten ist. Dies umfasst neben Österreich und der Schweiz unter anderem die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Luxemburg, die Niederlande, Spanien und die Türkei.
Eigenen Angaben zufolge generiert Strauss etwa 90 Prozent seines Umsatzes über den Online-Handel mittels der eigenen Webseite. Die physischen „Workwearstores“ haben die Aufgabe, die Markenpräsenz zu festigen und den Kunden „Erlebnis und Berührungspunkte“ zu bieten, etwa durch die Möglichkeit, Produkte anzuprobieren und eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Online-Vertrieb und stationärer Handel sind dabei als sich ergänzende Kanäle gedacht.
Strauss fungiert als Familienunternehmen, dessen Gründung im Jahr 1948 durch Engelbert Strauss erfolgte. Heute leitet Henning Strauss das Geschäft in vierter Generation. Das Unternehmen erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von etwa 400 Millionen Euro. Neben Arbeitsbekleidung und Sicherheitsschuhen umfasst das Sortiment auch Werkzeuge, Accessoires sowie Freizeitkleidung. Strauss betonte: „Wir sind mit dem Dreiklang Workwear, Werkzeug und Freizeitbekleidung im Markt positioniert.“
Das Unternehmen Strauss wendet sich traditionell an Zielgruppen wie Handwerker, die Industrie und den Dienstleistungssektor. Jedoch, so Strauss, „gewinnen wir zunehmend auch Privatkunden, welche unsere Produkte im Bereich Garten, Haus oder in ihrer Freizeit verwenden.“