Albert Rösti zieht Zwischenbilanz: Über Wohlstand, Herausforderungen und die Zukunft der Schweiz
Albert Rösti, der nach seinem Wahlerfolg im Jahr 2023 das Amt des Bundesrates und die Leitung des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) übernommen hat, hat sich fest in der Schweizer Politik etabliert. In seiner Rolle ist es seine Aufgabe, die häufig konträren Interessen von Wirtschaft und Umweltschutz sowie städtischen und ländlichen Gebieten zu vereinigen – eine Gratwanderung, die nicht stets reibungslos verläuft. Nachdem die Hälfte seiner ersten Amtsperiode verstrichen ist, zieht der ehemalige Bauernlobbyist und SVP-Parteipräsident Bilanz. In der aktuellen Ausgabe des Podcasts «NZZ Akzent» äußert er sich zum Erfolgsmodell Schweiz, zur gelegentlich beobachteten «Wohlstandsverwahrlosung» und zu den anfänglichen Hürden für Quereinsteiger im Bundesratssystem.
Des Weiteren beleuchtet Rösti die Notwendigkeit, die Schweiz im Umgang mit extremen Wetterphänomenen widerstandsfähiger zu machen, und begründet die Einführung einer speziellen «Energie-Taskforce». Er reflektiert auch über die Zusammenarbeit innerhalb des Bundesrates. Dabei gesteht er ein, dass die Aufnahme von zwei neuen Bundesratsmitgliedern den Zusammenhalt anfangs auf die Probe gestellt habe. Mittlerweile hätten sich die Diskussionen im Gremium jedoch konstruktiver entwickelt. Er betont, dass die Schweizer Politik über das reine Tagesgeschäft hinausblicken und sich auf zentrale Sachfragen konzentrieren muss, um die anhaltende Erfolgsgeschichte des Landes fortzuschreiben.