A2-Sperre verursacht massives Verkehrschaos im Südburgenland
Am Montag führte die vollständige Sperrung der A2 (Südautobahn) nahe Wiener Neustadt, hervorgerufen durch einen schweren Lastwagenunfall, zu einem umfangreichen Verkehrschaos, insbesondere in der Region Südburgenland. Tausende Pendler und andere Verkehrsteilnehmer waren gezwungen, von der Autobahn auf die nachrangigen Bundes- und Landstraßen auszuweichen, welche jedoch die immense Verkehrslast nicht bewältigen konnten.
Auf den alternativen Routen entstanden kilometerlange Rückstaus. Fahrzeuge, die von der A2 bei Wiener Neustadt abgeleitet wurden, mussten die B50, B53, B55 und die B61 nutzen. Eine Fahrt von Güssing nach Oberwart, die üblicherweise etwa 20 Minuten in Anspruch nimmt, konnte in Stoßzeiten bis zu zwei Stunden dauern. Auch Fahrten aus dem Bezirk Oberwart in Richtung der Hauptstadt Wien waren von erheblichen Verspätungen betroffen.
Dieses massive Verkehrsaufkommen stellte nicht nur eine erhebliche Belastung für die täglichen Pendler dar, sondern wirkte sich auch fatal auf die lokalen Bewohner und Wirtschaftsbetriebe aus. In Jennersdorf beispielsweise erstreckte sich der Stau auf der B50 teilweise bis in den Kreisverkehr, wodurch ein Weiterkommen gänzlich unmöglich wurde.
Die A2 wurde in Fahrtrichtung Wien ab der Ausfahrt Wiener Neustadt West vollständig gesperrt. Ursache war ein Lkw-Brand, der sich kurz nach 13.00 Uhr ereignete. Ein mit Kunststoffgranulat beladener Lastkraftwagen hatte in Richtung Wien Feuer gefangen. Der 43-jährige ungarische Fahrer schaffte es noch, das brennende Fahrzeug auf den Pannenstreifen zu lenken. Er und sein 36-jähriger Beifahrer konnten sich beide rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Die Sperrung der A2 in Fahrtrichtung Wien hielt bis in die Abendstunden an, bedingt durch die aufwendige Bergung des Lastwagens, die umfassende Fahrbahnreinigung und die erforderliche Sanierung des beschädigten Asphalts. Der Verkehr wurde über die A2 – Abfahrt Wiener Neustadt West – B54 – B53 – A2 – Auffahrt Bad Erlach umgeleitet.
Reinhard Deutsch (SPÖ), der Bürgermeister von Jennersdorf, äußerte scharfe Kritik an der chaotischen Verkehrslage. Er betonte, dass man bereits am Vormittag hätte antizipieren müssen, dass mit einem massiven Verkehrsaufkommen zu rechnen sei, und forderte raschere Lösungen für derartige Notfälle. Auch die Landesrätin für Verkehr, Daniela Winkler (SPÖ), äußerte Bedenken. Sie betonte die Notwendigkeit, zukünftig Ausweichrouten besser zu beschildern, um ein solches Verkehrschaos zu vermeiden.
Die Verkehrslage entspannte sich erst in den späteren Abendstunden allmählich, nachdem die A2 wieder für den Verkehr freigegeben worden war.