Sollte Donald Trump erneut zum Präsidenten gewählt werden, plant er angeblich, einen geschichtsträchtigen Saal des Weißen Hauses umzugestalten. Der „Treaty Room“, wie das „Wall Street Journal“ berichtet, wird momentan vom Vizepräsidenten als Büro genutzt und verfügt über eine lange und bedeutende Historie. Angeblich hält Trump den Raum für „unordentlich und überholt“. Er beabsichtigt demnach, ihn in einen „Kriegsraum“ umzugestalten, ähnlich dem Kabinettsraum, um dort umfassende Besprechungen durchführen zu können. Diese Informationen stammen laut der Zeitung aus anonymen Quellen. Der „Treaty Room“ ist ein Ort von großer historischer Bedeutung für die USA. Er diente als Schauplatz für die Unterzeichnung von Friedensabkommen, die Fällung entscheidender politischer Beschlüsse und die Entscheidung über den Spanisch-Amerikanischen Krieg. Ursprünglich ein Schlafzimmer, wurde er später zu einem stilvollen Salon umgestaltet. Historiker sowie Denkmalschützer äußern sich bestürzt über Trumps Vorhaben. Sie interpretieren dies als Ignoranz gegenüber der Geschichte und charakterisieren die geplante Neugestaltung als „kulturzerstörerischen Vandalismus“. Sie warnen davor, dass die einzigartige und geschichtliche Relevanz des Saales dadurch irreparabel verlöre. Bereits während seiner ersten Präsidentschaft hatte Trump versucht, Mobiliar und Einrichtung im Weißen Haus zu modifizieren. Damals stieß er auf den Widerstand der „Commission of Fine Arts“ und des „Committee for the Preservation of the White House“, beides entscheidende Institutionen zur Bewahrung des historischen Charakters des Gebäudes. Lediglich das Oval Office erfuhr eine Umdekoration durch den Austausch von Vorhängen und Möbeln. Die aktuellsten Entwürfe für den „Treaty Room“ sollen angeblich bereits präzise ausgearbeitet sein und beinhalten die Ausstattung mit großformatigen Bildschirmen sowie die Anschaffung neuer Tische, um den Raum optimal für zeitgemäße strategische Beratungen anzupassen.