Handball-Europameisterschaft: Österreich nach dem verpatzten Auftaktspiel unter Zugzwang
Ein enttäuschender 28:39-Sieg der Kroaten über Österreich in Mannheim markierte am Freitagabend den misslungenen Beginn der Handball-Europameisterschaft 2024 für die Alpenrepublik. Dieses Ergebnis setzt das österreichische Team erheblich unter Druck, insbesondere vor den bevorstehenden Gruppenspielen der Gruppe B gegen Spanien am Samstag (18:00 Uhr) und abschließend gegen Rumänien am Montag (18:00 Uhr), die beide live auf ORF Sport + und im Livestream übertragen werden. Obwohl das Erreichen der Hauptrunde weiterhin das erklärte Ziel bleibt, ist eine signifikante Leistungsverbesserung unerlässlich, um sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren.
„Die Niederlage war verdient. Wir konnten unser übliches Leistungsniveau nicht erreichen“, resümierte Cheftrainer Ales Pajovic nach dem Spiel. „Ich bin enttäuscht, und auch die Mannschaft zeigt sich betroffen.“ Pajovic betonte jedoch auch die Notwendigkeit, aus den gemachten Fehlern zu lernen. „Es gilt, die negativen Erlebnisse abzuschütteln und eine optimistische Haltung zu bewahren.“
Ebenso zeigte sich Mannschaftskapitän Nikola Bilyk ernüchtert. „Wir agierten schlichtweg nicht wie das Team, das wir tatsächlich sein könnten. Unsere Potenziale blieben ungenutzt. Wir produzierten viel zu viele unnötige technische Fehler, vergaben zu oft unsere Würfe und fanden in der Defensive keinen Halt“, analysierte der Rückraumakteur, der trotz des Misserfolgs seinen Glauben an das Kollektiv nicht eingebüßt hat. „Wir müssen die nächste Begegnung als eine Gelegenheit begreifen. Wir sind eine starke Mannschaft. Wir haben bereits weitaus überzeugendere Leistungen gezeigt.“
„Es war lediglich die erste Partie, das Turnier hat noch eine lange Dauer“, bemerkte Lukas Hutecek. „Wir sind gefordert, eine deutliche Reaktion zu präsentieren. Es bedarf eines stärkeren Kampfgeistes, und wir müssen die taktischen Anweisungen des Trainers präziser ausführen.“
Trotz der herben Niederlage gegen Kroatien bleibt die Aussicht auf ein Weiterkommen bestehen. Die österreichische Handballnationalmannschaft muss in den beiden noch ausstehenden Gruppenspielen Zähler sammeln, um sich für die Hauptrunde zu qualifizieren. Dabei sollen der Teamgeist und die gewonnenen Erkenntnisse aus der Auftaktbegegnung dazu beitragen, die notwendige Performance abzuliefern.