Warum Timo Werner bei RB Leipzig schrittweise scheiterte
Die zweite Ära von Timo Werner bei RB Leipzig, die einst mit großen Hoffnungen begann, endete mit zunehmender Ernüchterung, was letztendlich die Spekulationen über einen möglichen Wechsel in die USA befeuerte. Seine Rückkehr nach der Zeit beim FC Chelsea sollte eigentlich ein Triumphzug werden und an seine glanzvollen Jahre in Sachsen anknüpfen. Doch stattdessen erlebte der pfeilschnelle Stürmer einen schleichenden Niedergang seiner Leistungen.
Anfänglich wurde Werner als verlorener Sohn gefeiert, der das Sturmproblem der Leipziger lösen sollte. Die anfängliche Euphorie legte sich jedoch rasch, da Werner Schwierigkeiten hatte, an seine frühere Topform anzuknüpfen. Seine einst so gefürchtete Torgefährlichkeit ließ nach, und entscheidende Momente, in denen er den Unterschied machen sollte, verpasste er immer häufiger. Dies führte zu einem spürbaren Verlust an Selbstvertrauen, der seine Spielweise merklich beeinflusste.
Ein entscheidender Faktor für Werners Scheitern war auch die taktische Ausrichtung unter Trainer Marco Rose. Das System schien dem Stürmer, der von viel Raum und schnellen Tiefenläufen lebt, nicht optimal entgegenzukommen. In einem zunehmend auf Ballbesitz und Kombinationen ausgelegten Spiel fand Werner nicht die passenden Szenarien, um seine Stärken vollends auszuspielen. Seine Rolle auf dem Feld wirkte oft unklar, was ihn zusätzlich in seiner Entwicklung hemmte.
Die Konkurrenz im Angriff verstärkte den Druck auf Werner zusätzlich. Spieler wie Loïs Openda und Benjamin Sesko präsentierten sich in besserer Verfassung und drängten sich in den Vordergrund. Für Werner bedeutete dies weniger Spielzeit und häufiger einen Platz auf der Ersatzbank, was sein Standing im Team weiter schmälerte. Das Fehlen von konstantem Rhythmus und Vertrauen wirkte sich negativ auf seine Leistungen aus.
Letztendlich führte die Kumulation dieser Faktoren dazu, dass Timo Werner bei RB Leipzig seine einst so dominante Rolle nicht mehr einnehmen konnte. Aus dem einstigen Leistungsträger wurde ein Spieler, der Schwierigkeiten hatte, seinen Wert für die Mannschaft zu beweisen. Der Gedanke an eine berufliche Neuorientierung, möglicherweise in einer Liga wie der Major League Soccer in den USA, die Spielern oft eine neue Perspektive bietet, wurde zur unausweichlichen Konsequenz einer unglücklichen zweiten Amtszeit.



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