Teenagerperlen: „Wer braucht schon ChatGPT, wenn der Teenie absolut alles über alles Bescheid weiß?“
Äußerungen von Jugendlichen: Wozu noch ChatGPT konsultieren, wenn der Nachwuchs ohnehin zu jedem Thema vollumfänglich informiert ist?
Ist dir dieses Szenario vertraut? Du stellst deinem Kind eine Frage und erhältst eine scheinbar endlose Erwiderung, die dir ganz nebenbei verdeutlicht, weshalb du in dieser spezifischen Angelegenheit jegliches Verständnis vermissen lässt? Herzlich willkommen in der Welt der Teenager!
**Die Teenager-Logik**
Jugendliche besitzen eine einzigartige Perspektive auf die Welt und eine charakteristische Art, ihre Ansichten zu artikulieren. Offen gestanden, sie tun dies häufig mit einer derartigen Überzeugung, dass selbst die klügsten Denker neidisch würden. Dies trifft insbesondere auf Sachverhalte zu, die sie als von größter Wichtigkeit einschätzen (während Eltern sie als gänzlich unerheblich betrachten).
**Typische Teenager-Aussagen**
Hier folgt eine Auswahl klassischer Äußerungen, die den meisten Eltern nur allzu vertraut sein dürften:
1. „Das ist doch selbstverständlich!“ (Verbunden mit einem impliziten Vorwurf, der suggeriert: „Wie kann man nur derart uninformiert sein?“)
2. „Das ist ausgesprochen beschämend!“ (Insbesondere, wenn Mutter oder Vater in Reichweite sind und allein durch ihre Anwesenheit auffallen.)
3. „Alle meine Freunde dürfen das doch!“ (Ein gängiges Argument, um Einschränkungen zu umgehen.)
4. „Du kapierst das schlichtweg nicht.“ (Eine typische Reaktion auf jegliche Erläuterungsversuche seitens der Eltern.)
5. „Entspann dich mal!“ (Die allumfassende Aufforderung zur Gelassenheit, in der Regel an die überforderten Eltern gerichtet.)
6. „Jeder macht das doch so!“ (Inhaltlich nahe an Aussage Nummer 3, häufig eingesetzt, um den Druck zu intensivieren.)
7. „Ich verabscheue mein Dasein.“ (Ein theatralischer Ausruf, überwiegend dann, wenn die Internetverbindung unterbrochen ist oder das bevorzugte Kleidungsstück gerade gewaschen wird.)
8. „Ich besitze keine Kleidung zum Anziehen.“ (Geäußert vor einem Schrank, der offensichtlich überfüllt ist.)
9. „Das ist doch die Norm.“ (Was für Heranwachsende gängige Praxis darstellt, ist für Eltern häufig unbekanntes Terrain oder völlig überflüssig.)
10. „Wozu fragst du überhaupt, wenn du mir ohnehin keinen Glauben schenkst?“ (Die geschickte Verschiebung der Verantwortung für den Beweis.)
**Der Umgang damit**
Diese Äußerungen sind nicht bloß störend, sondern bilden einen essenziellen Bestandteil der Entwicklung im Jugendalter. Sie fungieren als Mittel zur Abgrenzung, zur Findung der eigenen Persönlichkeit und bisweilen auch, um die gesetzten Grenzen zu erproben. Als Elternteil gilt es, eine ausgewogene Kombination aus Heiterkeit, Nachsicht und Beständigkeit zu bewahren. Gelegentlich leisten ein tiefes Luftholen, ein vielsagendes Blinzeln oder auch eine geistreiche Erwiderung, die den Jugendlichen verstummen lässt, gute Dienste (sofern man eine passende findet!).
**Fazit**
Letztlich hegen wir doch Zuneigung für unsere Heranwachsenden, ungeachtet all ihrer „Einsichten“ und Redewendungen, die uns bisweilen an den Rand der Verzweiflung bringen können. Es handelt sich um eine vorübergehende Lebensphase, und wer weiß, möglicherweise werden wir diese Aussprüche irgendwann sogar ein wenig vermissen.



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