Hamburger stehen mit knapper Mehrheit hinter einer Olympia-Bewerbung
Studie zeigt: Hamburger Bevölkerung unterstützt Olympiabewerbung mit leichtem Überhang
Gemäß einer jüngsten Befragung spricht sich ein knapper Großteil der Einwohnerschaft Hamburgs für eine wiederholte Kandidatur der Hansestadt zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele aus. Angesichts der bevorstehenden Bürgerschaftswahl am 23. Februar könnte diese Thematik erneut an politischer Bedeutung gewinnen.
Eine von Forsa im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) durchgeführte Untersuchung ergab, dass 53 Prozent der Befragten eine Kandidatur Hamburgs befürworten. Dem gegenüber stehen 40 Prozent, die sich dagegen positionierten; weitere sieben Prozent waren sich unschlüssig oder äußerten sich nicht dazu. Zwischen dem 20. und 30. Januar befragte das Marktforschungsinstitut insgesamt 1004 stimmberechtigte Personen in Hamburg. Der statistische Fehlerbereich dieser Umfrage beträgt plus/minus drei Prozentpunkte.
Eine frühere Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen Spiele 2024 scheiterte im Jahr 2015 an einem Bürgerentscheid, bei dem 51,6 Prozent der Stimmen dagegen entfielen. Zu jener Zeit setzte sich der damalige Erste Bürgermeister, Olaf Scholz, nachdrücklich für das Vorhaben ein.
Den vorliegenden Informationen zufolge variieren die Zustimmungsquoten innerhalb der verschiedenen Stadtteile. Der Bezirk Bergedorf verzeichnet mit 61 Prozent die höchste Befürwortung, während Altona mit 47 Prozent die geringste Zustimmung aufweist.
Alfons Hörmann, der Präsident des DOSB, interpretierte das Resultat als „erfreuliche Botschaft für den Sport und für die Bundesrepublik Deutschland“. Er betonte, die Erhebung belege eine „umfassende Rückendeckung“ für eine potenzielle Bewerbung.
Eine definitive Beschlussfassung bezüglich einer Bewerbung für die Spiele im Jahr 2032 oder darüber hinaus sei indes nicht vor dem Abschluss der Bürgerschaftswahl zu erwarten.



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