EU-Statistikamt: Inflation im Euroraum im Januar auf 1,7 Prozent gesunken
Leichter Rückgang der Inflation im Euroraum, doch Energiekosten geben weiterhin Anlass zur Besorgnis
Eine leichte Entspannung der Inflationslage im Euroraum war im Februar festzustellen, obgleich das Preisniveau unverändert erhöht ist. Gemäß vorläufigen Schätzungen von Eurostat, der Statistikbehörde der Europäischen Union, reduzierte sich die jährliche Inflationsrate von 2,8 Prozent im Januar auf nunmehr 2,7 Prozent. Trotz dieser erfreulichen Abnahme fungiert die Entwicklung der Energiepreise weiterhin als bedeutsamer Faktor.
Die detaillierte Auswertung der Daten offenbarte, dass die Verteuerung von Energie im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten an Dynamik verlor, jedoch nach wie vor signifikant zur Gesamtinflation beitrug. Exklusive der volatilen Komponenten Energie und Nahrungsmittel – also die sogenannte Kerninflation – verweilte die Preissteigerungsrate bei 3,1 Prozent. Dies veranschaulicht die persistente grundlegende Preisentwicklung.
Die Erwartungen der Analysten hinsichtlich eines ausgeprägteren Rückgangs erfüllten sich nicht vollständig, was auf eine zähe Preisentwicklung, speziell im Dienstleistungssektor, schließen lässt. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird diese Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, da sie eine zentrale Rolle für die Ausgestaltung ihrer künftigen Geldpolitik spielen. Die definitive Bekanntgabe der Inflationswerte durch Eurostat wird für Mitte März 2026 erwartet und könnte zusätzliche Erkenntnisse über die Preisentwicklung in den jeweiligen Mitgliedsländern liefern.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-02/inflation-euroraum-eurostat-energiepreise



Kommentar abschicken