Chip-Fertigung – Nvidia schnappt Apple so viele Chips weg, dass sie vielleicht wieder beim Konkurrenten Samsung einkaufen müssen

NVIDIA übertrifft Apple: TSMC und Samsung erleben einen Aufschwung
Der Börsenwert von NVIDIA hat einen historischen Höchststand erreicht und damit den von Apple überschritten. Dieser Meilenstein ist eng verknüpft mit den Chip-Fabrikanten TSMC und Samsung, die beide darum ringen, einen größeren Anteil an den Geschäftsbeziehungen mit NVIDIA zu sichern.

In der rasanten Tech-Branche hat NVIDIA einen bemerkenswerten Erfolg verbucht: Der Halbleiterkonzern konnte seinen Marktwert über den von Apple heben und ist nun das zweitgrößte Technologieunternehmen weltweit, direkt nach Microsoft. Dieser Aufstieg resultiert primär aus dem anhaltenden Boom der künstlichen Intelligenz (KI), der eine massive Nachfrage nach NVIDIAs leistungsstarken Grafikprozessoren (GPUs) hervorgerufen hat. Fachleute erwarten, dass NVIDIA dieses Wachstum in den nächsten Jahren fortsetzen und seinen Börsenwert weiter steigern wird, besonders im Hinblick auf die Entwicklung neuer KI-Technologien und -Infrastrukturen.

Der Erfolg von NVIDIA ist untrennbar mit dem taiwanesischen Halbleiterhersteller TSMC verbunden. Als primärer Zulieferer für NVIDIAs moderne Chips zieht TSMC erheblichen Nutzen aus dem KI-Hype. Das Unternehmen übernimmt die Produktion der anspruchsvollen GPUs sowie der dazugehörigen Bauteile, die in globalen Rechenzentren eingesetzt werden. Besonders relevant ist hierbei TSMCs einmalige CoWoS-Packaging-Technik (Chip-on-Wafer-on-Substrate), die es erlaubt, unterschiedliche Chips – darunter NVIDIAs GPUs und High Bandwidth Memory (HBM) – auf einem einzelnen Trägermaterial zu vereinen. Diese Methode ist ausschlaggebend für die Effizienz der KI-Beschleuniger und macht TSMC zu einem unerlässlichen Kooperationspartner für NVIDIA. Die enorme Nachfrage nach CoWoS-Technologien hat TSMCs Produktionskapazitäten maximal ausgelastet und das Unternehmen dazu bewogen, umfangreiche Investitionen in die Erweiterung seiner Produktionsstätten zu tätigen. Damit behauptet Taiwan seine Schlüsselrolle in der weltweiten Chipfertigung, und die geopolitische Situation der Insel gewinnt in diesem Zusammenhang zunehmend an strategischer Wichtigkeit.

Während TSMC seine Stellung als bevorzugter Partner von NVIDIA ausbaut, bemüht sich der südkoreanische Technologiekonzern Samsung, ebenfalls einen bedeutenderen Anteil am profitablen Markt für KI-Chips zu sichern. Samsung verfolgt ehrgeizige Vorhaben zur Expansion seiner Foundry-Abteilung (Chipfertigung), um sich als ernsthafter Wettbewerber zu TSMC zu positionieren. Bislang hat NVIDIA für seine fortschrittlichsten Grafikprozessoren hauptsächlich TSMC präferiert, da deren Fertigungstechnologien und Verpackungslösungen als marktführend gelten. Samsung arbeitet jedoch intensiv an der Optimierung seiner eigenen Technologien, insbesondere im Bereich des HBM und bei Integrationsmethoden wie I-Cube. Es wird vermutet, dass Samsung künftig eine Funktion als zweitrangiger Zulieferer für NVIDIA übernehmen könnte, beispielsweise für ältere GPU-Generationen oder weniger rechenintensive KI-Chips. Eine solche Vereinbarung würde Samsung dabei unterstützen, seine Kapazitätsauslastung zu steigern und Erfahrungen in der Fertigung von KI-Hardware zu sammeln, auch wenn die Gewinnspannen bei TSMCs High-End-Chips voraussichtlich weiterhin überlegen sein werden.

Der kometenhafte Aufstieg von NVIDIA transformiert die gesamte Halbleiterbranche. Während NVIDIA als Hauptprofiteur des KI-Booms seinen Marktwert exponentiell steigert, ziehen vor allem die Chiphersteller daraus ihren Nutzen. TSMC stärkt seine führende Position durch exklusive Technologien, während Samsung mit Nachdruck daran arbeitet aufzuschließen und sich eine relevante Stellung im Wettbewerb um KI-Chips zu erobern. Der Wettstreit zwischen diesen Schwergewichten wird in den kommenden Jahren maßgeblich die Evolution der nächsten Generation künstlicher Intelligenz prägen.

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