Aussage bei Anhörung verweigert: Epstein-Komplizin Maxwell fordert Begnadigung durch Trump

Ghislaine Maxwell, die wegen ihrer Beteiligung am Sexhandelsring von Jeffrey Epstein verurteilt wurde, hat bei Ex-US-Präsident Donald Trump um eine Begnadigung ersucht. Dies geht aus vorliegenden Gerichtsdokumenten hervor.

In einem unlängst eingereichten Gesuch behauptet Maxwell, sie sei ungerecht behandelt worden und in der öffentlichen Wahrnehmung zum Sündenbock für Epsteins Taten degradiert worden. Sie wirft der Regierung vor, sie gezielt ins Visier genommen zu haben.

Maxwell, die seit beinahe drei Jahren in Haft sitzt, erhielt 2021 eine Verurteilung wegen Verschwörung zum Sexhandel und Beihilfe zum Missbrauch von Minderjährigen, woraufhin eine Gefängnisstrafe von 20 Jahren folgte. Sie beteuert durchgehend ihre Unschuld und argumentiert, sie sei lediglich eine unbeteiligte Dritte gewesen, die von Epsteins Aktivitäten keinerlei Kenntnis gehabt habe.

Ihre Rechtsvertreter haben bereits wiederholt versucht, das Urteil anzufechten, blieben dabei jedoch erfolglos. Sie berufen sich auf strenge Haftbedingungen und eine vermeintliche Verletzung ihrer Rechte während des Gerichtsverfahrens.

Trump, der während seiner Amtszeit etliche umstrittene Begnadigungen vorgenommen hat, hat sich zu Maxwells Antrag bislang nicht öffentlich geäußert. Es bleibt fraglich, ob er politisch bereit wäre, eine Person zu begnadigen, die derart eng mit den weithin verurteilten Verbrechen Epsteins verknüpft ist.

Maxwells Antrag wirft ein Schlaglicht auf die fortbestehende Diskussion über die Verantwortlichkeit im Fall Epstein und könnte neue Debatten über die Rolle einflussreicher Persönlichkeiten bei der Strafverfolgung anstoßen.

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Epstein-Komplizin-Maxwell-fordert-Begnadigung-durch-Trump-id30343736.html

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