Fußball-Bundesliga: Klare Worte von DFB-Keeper Baumann im Hoffenheim-Machtkampf
Bundesliga: Hoffenheim-Torhüter Baumann äußert sich deutlich zur vereinsinternen Führungskrise
Oliver Baumann, der Torhüter der TSG Hoffenheim und erst kürzlich in die deutsche Nationalmannschaft berufen, hat sich entschieden und unmissverständlich zur aktuellen Führungskrise seines Klubs positioniert. Er verlangt „mehr Durchblick“ und zeigt Mitgefühl für die Anhänger.
Der Bundesligist TSG Hoffenheim durchlebt momentan eine ernsthafte Führungskrise. Der Klub sieht sich internen Auseinandersetzungen gegenüber, nachdem Sportchef Alexander Rosen seinen Posten aufgab und Geschäftsführer Frank Briel seiner Befugnisse entbunden wurde. In dieser angespannten Lage meldete sich nun Torwart Oliver Baumann zu Wort, der erst kürzlich eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft erhielt.
Gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ verlangte Baumann von der Vereinsführung eine größere Offenheit. Der 33-jährige Schlussmann äußerte, dass „die öffentliche Wahrnehmung nicht ideal ist“. Weiterhin erklärte er: „Ich erwarte, dass die Verantwortlichen rasch zusammenkommen und eine tragfähige Lösung erarbeiten.“
Baumann zeigte ebenfalls Empathie für die Enttäuschung der Anhänger: „Ich kann nachvollziehen, dass sich die Fans fragen, was genau hier geschieht.“ Er hob hervor, dass die Mannschaft bestrebt sei, sich auf ihre sportlichen Aufgaben zu fokussieren, jedoch die generelle Unruhe im Umfeld nicht zu übersehen sei.
Die Auseinandersetzungen um die Machtverhältnisse bei der TSG Hoffenheim nahmen ihren Anfang mit dem Rückzug des Mehrheitseigners Dietmar Hopp aus dem aktiven Management. Daraufhin entbrannten Meinungsverschiedenheiten bezüglich der zukünftigen Strategie des Klubs, welche letztlich Rosens Rücktritt und die Absetzung Briels zur Folge hatten. Hopp hatte zuvor bemängelt, dass der Verein übermäßige Ausgaben tätige und die sportlichen Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprächen.
Auch für Trainer Pellegrino Matarazzo stellt die momentane Lage eine Herausforderung dar. Er steht vor der Aufgabe, das Team ungeachtet der internen Wirren auf Kurs zu halten. Nächsten Samstag empfängt Hoffenheim in der Bundesliga den FC Bayern München.
Baumann äußert die Hoffnung, dass die internen Spannungen zügig gelöst werden: „Wir benötigen wieder eine ruhige Atmosphäre im Verein, um uns uneingeschränkt auf den Fußball konzentrieren zu können.“ Er betonte nachdrücklich, dass die sportlichen Ambitionen des Klubs keinesfalls in Gefahr geraten sollten. Der Schlussmann unterstrich damit die Notwendigkeit einer klaren Richtung für die Zukunft des Vereins und die Wichtigkeit eines gemeinsamen Zusammenhalts aller Akteure.



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