KI-Update kompakt: US-Heimatschutz, Trauer um GPT-4o, Apples KI, Eisberg-Tracker

**KI-Überblick: US-Heimatschutz, die GPT-4o-Diskussion, Apples KI-Strategie und weitere Neuigkeiten**

Ein täglicher Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.

**Der US-Heimatschutz setzt auf KI-Technologien**

Das US-Ministerium für Heimatschutz (DHS) beabsichtigt, verstärkt Künstliche Intelligenz einzusetzen, um die Grenzsicherung zu optimieren, die Erkennung von Kinderpornografie zu verbessern und den Schmuggel von Fentanyl zu bekämpfen. Bei der Implementierung dieser Technologien legt das DHS Wert auf einen ethischen und verantwortungsvollen Umgang, der die bürgerlichen Freiheiten schützt. Das übergeordnete Ziel ist die Steigerung der betrieblichen Effizienz und die Stärkung der nationalen Sicherheit. Diese Pläne stoßen jedoch auf Kritik: Organisationen wie die ACLU sowie weitere Bürgerrechtsgruppen äußern Bedenken hinsichtlich potenzieller Diskriminierung und einer Ausweitung der Überwachung. Konkrete Anwendungsbereiche umfassen KI-gestützte Grenzüberwachung, vorausschauende Polizeiarbeit und Gesichtserkennung. Das DHS betont, dass KI lediglich die menschlichen Fähigkeiten ergänzen und menschliche Entscheidungen nicht ersetzen soll.

**Die angebliche Verschlechterung von GPT-4o – Ist da etwas dran?**

Seit Mitte Mai häufen sich Berichte von Nutzern, die eine wahrgenommene Verschlechterung der Leistung von GPT-4o beklagen, das Modell werde „faul“ oder „dümmer“. OpenAI weist diese Vorwürfe zurück und versichert, dass die Modelle kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. Eine mögliche Erklärung für die Nutzerwahrnehmung könnte sein, dass OpenAI die kostenlose Version des Modells bewusst einschränkt, um Anreize für kostenpflichtige Abonnements zu schaffen oder die eigenen Rechenkosten zu senken. Eine andere Hypothese besagt, dass sich die Nutzer einfach an die Fähigkeiten des Modells gewöhnt haben und dadurch höhere Erwartungen entwickeln. Ähnliche Beschwerden gab es bereits in der Vergangenheit bezüglich GPT-4.

**Apples KI-Eisberg: Nur die Spitze ist sichtbar**

Apple präsentierte auf der WWDC sein neues KI-System namens „Apple Intelligence“. Dieses System zeichnet sich durch seine tiefe Integration in iOS, iPadOS und macOS aus und ermöglicht kontextbezogene Interaktionen sowie personalisierte Einblicke. Ein zentraler Aspekt ist die Verarbeitung auf dem Gerät selbst, um Datenschutz und Geschwindigkeit zu gewährleisten. Für komplexere Aufgaben setzt Apple auf Cloud-Funktionen namens „Private Cloud Compute“, welche mit strengen Datenschutzgarantien versehen sind. Optional ist auch eine Integration von ChatGPT über Siri vorgesehen. Die Präsentation deutet darauf hin, dass die bisher gezeigten Funktionen nur die „Spitze des Eisbergs“ sind und weitere Entwicklungen folgen werden. Die Reaktionen fielen größtenteils positiv aus, insbesondere aufgrund des Fokus auf Datenschutz und die nahtlose Systemintegration.

**Kurz notiert: Weitere KI-Entwicklungen**

* **Künstliche Intelligenz für die Kunst:** Google DeepMind hat in Zusammenarbeit mit dem Neuen Museum Nürnberg einen virtuellen Museumsführer entwickelt.
* **Datenschutz bei KI-Modellen unerlässlich:** Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) fordert verstärkten Datenschutz für KI-Modelle, insbesondere in Bezug auf die Trainingsdaten.
* **Meta plant Monetarisierung von KI-Modellen:** Meta erforscht neue Einnahmequellen, indem das Unternehmen KI-Modelle an andere Unternehmen verkauft.
* **Ex-OpenAI-Forscher gründen eigenes Unternehmen:** Jan Leike, der ehemalige Leiter des Alignment-Teams bei OpenAI, hat zusammen mit anderen Forschenden ein neues Unternehmen namens „Superalignment“ ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Sicherheit von KI zu gewährleisten. Das Projekt wird von Gradient Ventures unterstützt.
* **KI zur Depressionserkennung:** Eine Studie der University of Cambridge zeigt, dass KI effektiv das Depressionsrisiko anhand von Social-Media-Daten vorhersagen kann.

Quelle: https://www.heise.de/news/KI-Update-kompakt-US-Heimatschutz-Trauer-um-GPT-4o-Apples-KI-Eisberg-Tracker-11169748.html

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