Takaichi will nun Japan verändern
Die Rauchfangkehrer in Niederösterreich stellen eine deutliche Wende bei den Heizsystemen fest: Es gibt einen klaren Trend weg von fossilen Brennstoffen hin zu klimaneutralen Lösungen. Diesen Wandel unterstützen sie nachdrücklich.
In Niederösterreich existieren aktuell etwa 1,2 Millionen Heizungsanlagen, von denen noch immer rund ein Drittel, also ungefähr 400.000, mit fossilen Energieträgern betrieben werden. Das Land strebt an, diese bis zum Jahr 2035, spätestens jedoch bis 2040, komplett abzuschaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert die Landesregierung den Umstieg aktiv, beispielsweise mit Programmen wie „Raus aus Öl und Gas“. Beliebte Alternativen sind Biomasseheizungen und Wärmepumpen.
Doch die Rauchfangkehrer warnen vor einer potenziellen Fehlentwicklung: Viele Hausbesitzer ziehen in Erwägung, ihre Schornsteine komplett zu entfernen, insbesondere wenn sie auf Wärmepumpen umsteigen. Dies birgt jedoch Risiken. Gerade in älteren Gebäuden sind die Kamine nicht nur für die Ableitung von Abgasen, sondern auch entscheidend für eine natürliche Belüftung und den notwendigen Luftaustausch.
Eine angemessene Wohnraumbelüftung ist unerlässlich. Wird ein Kamin ohne Ersatz entfernt, kann dies – besonders in Altbauten – zu Feuchtigkeitsproblemen und Schimmelbildung führen. Auch moderne, gut isolierte Häuser benötigen ein durchdachtes Lüftungskonzept, oft in Form von kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten.
Das Berufsbild der Rauchfangkehrer wandelt sich daher erheblich. Statt hauptsächlich die Wartung von Verbrennungsanlagen zu übernehmen, rücken Aufgaben wie die Beratung zur Energieeffizienz, zur Luftqualität in Innenräumen und zu Lüftungssystemen immer stärker in den Vordergrund.
Die Innung der Rauchfangkehrer fordert daher, dass der Energieausweis für alle Gebäude verpflichtend wird und nicht nur beim Neubau oder Verkauf. Zudem möchten sie frühzeitig in die Planung von Belüftungsanlagen einbezogen werden, um ihre Expertise optimal einzubringen.
Trotz dieser wichtigen und sich entwickelnden Aufgaben steht die Branche vor einer Herausforderung: Es fehlt an Nachwuchs. Die Rauchfangkehrer arbeiten jedoch aktiv daran, den Beruf wieder attraktiver zu gestalten und junge Menschen dafür zu begeistern.
Quelle: https://orf.at/stories/3419653/



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