Epstein-Files: Ermittlungen gegen britischen Ex-Minister
**Die Affäre um Epstein: Britische Elite gerät ins Wanken**
Kürzlich freigegebene Ermittlungsakten zum verstorbenen US-Millionär Jeffrey Epstein setzen Teile der britischen Oberschicht unter erheblichen Druck. Sowohl eine E-Mail von Prinz Andrew an Epstein als auch die Erwähnung des früheren Regierungsmitglieds Peter Mandelson finden sich in diesen Unterlagen.
**Prinz Andrew: Korrespondenz und erneute Anschuldigungen**
Der Herzog von York, Prinz Andrew, dessen bereits bekannte Verbindung zu Epstein wiederholt für Aufsehen sorgte, zieht abermals die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Zu den nun zugänglich gemachten Akten gehört eine E-Mail, die Andrew im Jahr 2010 an Epstein richtete. In dieser E-Mail bedankt sich der Prinz für seinen Aufenthalt in Epsteins Anwesen und hebt hervor, wie sehr er das Kennenlernen Epsteins und seines Kreises schätzte. Dieses Schriftstück verstärkt die bereits existierenden Beschuldigungen gegen Prinz Andrew, er sei in Epsteins fragwürdige Aktivitäten involviert gewesen.
**Peter Mandelson: Eine weitere Beteiligung**
In den jetzt publik gewordenen Dokumenten erscheint zudem der Name des früheren Labour-Ministers Peter Mandelson. Laut einer Zeugenaussage soll Epstein Mandelson in den 1990er Jahren getroffen haben, wobei der Prinz sie einander vorgestellt habe. Mandelson, später unter der Regierung Tony Blairs als Minister tätig, wird in der E-Mail eines mutmaßlichen Opfers Epsteins erwähnt. Die Zeugin schildert, Epstein habe ihr erzählt, er habe Mandelson sein Londoner Apartment gezeigt und sie hätten sich über finanzielle und geschäftliche Angelegenheiten ausgetauscht.
**Stellungnahmen und Zurückweisungen**
Die erhobenen Vorwürfe wurden sowohl von Prinz Andrew als auch von Peter Mandelson dementiert. Andrew hatte seine öffentlichen Aufgaben schon 2019 aufgegeben, nachdem seine Verteidigung der Freundschaft zu Epstein in einem BBC-Interview heftige Kritik nach sich gezogen hatte. Mandelson versicherte britischen Medien gegenüber, er habe Epstein niemals begegnet und sei in dessen Umtriebe nicht involviert gewesen. Die Aussagen der Zeugin bezeichnete er als „vollständig unzutreffend“.
**Die Fortsetzung der Untersuchungen**
Die jüngst bekannt gewordenen Schriftstücke entstammen einem Gerichtsverfahren gegen Ghislaine Maxwell, die als Komplizin Epsteins galt. Ihre Publikation erfolgte im Zuge einer zivilrechtlichen Klage, die ein Opfer gegen Maxwell eingereicht hatte. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Wochen noch weitere Namen und Details enthüllt werden. Diese Enthüllungen könnten die britische Elite zusätzlich belasten und neue Diskussionen über die Beteiligung prominenter Personen an dem Skandal anfachen.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/epstein-grossbritannien-mandelson-100.html



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