Verschuldung: Osram bewertet Teilverkauf an Infineon als schmerzlich

**Titel:** Verschuldung: Osram beurteilt den partiellen Verkauf an Infineon als leidvoll

Der Beleuchtungshersteller Osram steht aufgrund beträchtlicher Schulden unter erheblichem Druck und sieht sich zur Veräußerung von Geschäftsanteilen gezwungen, um die Verbindlichkeiten zu reduzieren. Die geplante Abtretung der Sparte „Fluence by Osram“ an den Halbleiterhersteller Infineon wird von der Konzernspitze als eine schwierige, aber notwendige Maßnahme charakterisiert, die als „leidvoll“ empfunden wird.

Die angespannte Finanzsituation von Osram, die sich aus früheren Übernahmen sowie einem anspruchsvollen Marktumfeld speist, erfordert dringend eine Stärkung der Unternehmensbilanz. Um die Verschuldung merklich zu mindern und den finanziellen Handlungsspielraum wiederherzustellen, fiel die Entscheidung, sich von profitablen, wenngleich nicht zum primären Geschäftsfeld zählenden Sektoren zu trennen.

Die Einheit „Fluence by Osram“ ist auf fortschrittliche Beleuchtungssysteme für die Pflanzenzucht spezialisiert, insbesondere im Bereich des Gartenbaus. Diese Abteilung, die einst als vielversprechendes Wachstumssegment innerhalb des Digital Systems Geschäftsbereichs galt, hat sich gut entwickelt und repräsentierte einen bedeutenden Pfeiler in Osrams Diversifizierungsstrategie.

Osram empfindet die Trennung von einer derart vielversprechenden und strategisch gut positionierten Einheit als schmerzhaft, da dies einen Verzicht auf zukünftiges Potenzial und wertvolle Expertise darstellt. Es verdeutlicht das Ausmaß der finanziellen Notlage, wenn ein Unternehmen gezwungen ist, Vermögenswerte zu liquidieren, die es eigentlich zu erhalten wünschte.

Infineon, bekannt für seine Halbleitertechnologien, erwirbt mit Fluence eine Sparte, die potenzielle Synergien im Bereich intelligenter Steuerungs- und Sensoriklösungen für landwirtschaftliche Anwendungen bieten könnte. Osram erwartet durch diesen Verkauf eine erhebliche Entlastung der eigenen Bilanz und eine signifikante Minderung der bestehenden Verbindlichkeiten. Konkrete Angaben zum genauen Verkaufspreis wurden bisher nicht umfassend kommuniziert.

Die Führungsebene des Unternehmens betonte, dass diese Entscheidung, ungeachtet ihrer Schwere, für die langfristige Stabilität und strategische Neuausrichtung von Osram unerlässlich sei. Man beabsichtigt, den Fokus auf die verbleibenden Kernkompetenzen zu legen und das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Der Veräußerungsprozess sei zwar ein Weg zur Sanierung, gehe jedoch mit einem hohen Preis einher.

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