„Don Collosus“: Streit um riesige Goldstatue von Donald Trump eskaliert

Diskussion um gigantische Gold-Statue von Donald Trump, bekannt als „Don Colossus“, spitzt sich zu.

Ein monumentales, goldfarbenes Abbild von Donald Trump hat eine Welle der Debatte ausgelöst. Ursprünglich wurde die Identität des Schöpfers geheim gehalten, doch dieser hat sich nun öffentlich zu Wort gemeldet. Die zentralen Streitpunkte drehen sich um die Finanzierung und den geeigneten Ausstellungsort des Kunstwerks.

Die Figur, betitelt „Don Colossus“, misst beeindruckende 4,5 Meter in der Höhe und wiegt rund 2 Tonnen. Sie wurde aus Stahl und Fiberglas gefertigt und anschließend goldfarben lackiert. Sie zeigt Trump in einem Anzug, mit einem Umhang versehen und roten Boxhandschuhen, während er auf einer Bibel steht. Seine Gürtelschnalle ziert die Aufschrift „MAGA“. Dieses Werk wurde erstmalig im Februar 2021 auf der konservativen CPAC-Konferenz in Orlando, Florida, präsentiert.

Die Statue sorgte sofort für Aufsehen, entwickelte sich rasch zu einem Internet-Meme und wurde vielfach als „goldenes Kalb“ diskutiert.

Der Künstler, der lange anonym bleiben wollte, ist nun als Tommy Zegan bekannt. Zegan, aufgewachsen in Palm Springs, Kalifornien, blickt auf eine erfolgreiche Karriere in der Animationsbranche zurück, wo er an Serien wie „Die Simpsons“ und „Family Guy“ mitwirkte. Er ist mittlerweile im Ruhestand und lebt in Rosarito, Mexiko.

Die Idee für die Skulptur kam ihm im Juni 2020, nachdem er einen Artikel las, der Trump als römischen Gott (Cäsar Augustus) darstellte. Zegan verfolgte die Absicht, Trump als „Helden“ der Republikanischen Partei darzustellen, vergleichbar mit einem „Superhelden“. Die Boxhandschuhe symbolisieren Trump als Kämpfer, die Bibel, auf der er steht, soll seinen Kampf für den Glauben repräsentieren, während der amerikanische Flaggen-Print und das „MAGA“-Logo auf dem Umhang weitere Bezüge herstellen.

Der Konflikt begann, als Zegan die Statue auf der CPAC 2021 ausstellen wollte und dafür 2.000 US-Dollar für einen Standplatz bezahlte. Anfänglich im Ausstellungsbereich positioniert, wurde sie später ohne sein Wissen für zwei Tage ins Freie verlegt. Zegan war damit nicht einverstanden und forderte eine Rückverlegung in den Innenraum, um sie vor Witterungseinflüssen wie Regen und Wind zu schützen. Nach seinen Beschwerden wurde die Statue tatsächlich wieder nach drinnen gebracht.

Ein weiterer Streitpunkt entzündete sich an Zegans Vorhaben, die Statue für eine Million US-Dollar zu verkaufen, um Gelder für eine neue Medienplattform zu sammeln. Laut Zegan wurde dieser Verkaufsversuch von den CPAC-Organisatoren unterbunden. Er behauptet, CPAC-Mitarbeiter hätten verhindern wollen, dass er Profit daraus schlägt oder zu viel Aufmerksamkeit generiert. Zegan erklärt, er habe lediglich 5.000 US-Dollar für die Erstellung erhalten, was lediglich seine Materialkosten deckte. Insgesamt habe er 200.000 US-Dollar aus eigener Tasche investiert und sechs Monate an dem Werk gearbeitet.

Zegans aktuelle Pläne sehen vor, die Statue auf eine Tour durch die USA zu schicken, um Geld für seine „Truth and Art“-Plattform zu sammeln. Sein Ziel ist es, „ehrlichen Journalismus“ und „ehrliche Kunst“ zu fördern, als Gegengewicht zu „Fake News“ und „liberaler Kunst“. Er erwägt zudem rechtliche Schritte gegen CPAC und hofft auf eine Unterstützung seiner Kunst durch Trump.

Matt Schlapp, der Vorsitzende der American Conservative Union (ACU) und Organisator der CPAC, wies die Vorwürfe zurück, er habe von Versuchen gewusst, den Verkauf oder die Tour zu blockieren. Er betonte, die CPAC sei kein „Flohmarkt“ und nicht für den Verkauf oder die Lagerung von Kunstwerken verantwortlich. Schlapp würdigte Zegans Arbeit und sein konservatives Engagement.

Die Anspielung auf das „goldene Kalb“ aus der Bibel wurde im Artikel kurz erwähnt. Zegan selbst nahm dazu Stellung und erklärte, seine Intention sei nicht Götzendienst gewesen, sondern die Darstellung eines Helden.

https://www.morgenpost.de/politik/article411110374/don-collosus-streit-um-riesige-goldstatue-von-donald-trump-eskaliert.html

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