Zitterpartie: US-Justizministerium greift Apples Milliarden-Deal mit Google erneut an
Eine Nervenprobe: Das US-Justizministerium nimmt Apples Milliardenvereinbarung mit Google erneut unter die Lupe.
Die Klage des US-Justizministeriums (DOJ) gegen Google, welche die Marktdominanz des Tech-Giganten im Suchmaschinensegment betrifft, wurde kürzlich ausgeweitet. Im Zentrum dieser Anschuldigungen steht die jährliche, milliardenschwere Zahlung Googles an Apple. Durch diese sichert sich Google die Position als vorinstallierte Suchmaschine auf iPhones, iPads und Macs.
Diese, vom DOJ als wettbewerbsbehindernd eingestufte Vereinbarung, stand bereits im Oktober 2020 im Fokus der Behörde. Rund zweieinhalb Jahre danach haben die Ermittlungsbehörden nun frische Beweismittel in ihre Anschuldigung integriert, welche die Einzigartigkeit und Wettbewerbswidrigkeit dieser Absprache verdeutlichen sollen.
Der Standpunkt des DOJ ist, dass Google infolge dieser erheblichen Zahlungen einen Großteil der Erlöse aus dem Suchmaschinengeschäft für sich sichert und gleichzeitig Hürden für potenzielle Konkurrenten errichtet. Dies hätte potenziell zur Folge, dass die Innovationskraft und die Optionen für die Nutzer eingeschränkt werden.
Google verteidigt sich dahingehend, dass die Nutzer ihre Suchmaschine aktiv aufgrund ihrer Qualität wählen würden und nicht nur, weil sie standardmäßig voreingestellt ist. Apple hat sich bislang noch nicht unmittelbar zu diesen aktuellen Ereignissen geäußert, da das Unternehmen formell nicht als Angeklagter in diesem Prozess geführt wird.
Der nächste Gerichtstermin ist für den September dieses Jahres anberaumt. Ein Sieg des DOJ könnte umfassende Auswirkungen auf Apples Geschäftsstrategie haben, insbesondere im Hinblick auf die Einnahmen aus seinem Dienstleistungsbereich.



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