Mittwoch: Amazons langsamer Satellitennetzaufbau, Turbulenzen bei Paypal und HP
Der Mittwoch im Überblick: Verzögerungen bei Amazons Satellitennetzwerkprojekt, Herausforderungen für Paypal und HP
Amazon sieht sich mit Verzögerungen bei seinem ambitionierten Vorhaben Kuiper konfrontiert, einem Satelliten-Internetnetzwerk, das als Wettbewerber für Starlink von SpaceX und OneWeb positioniert ist. Ursprünglich war geplant, die Hälfte der insgesamt 3.236 Satelliten bis Juli 2026 zu starten. Neuen internen Einschätzungen zufolge wird bis zu diesem Stichtag jedoch lediglich rund ein Viertel dieser Satelliten im Orbit erwartet. Die Hauptursache für diese Zeitplanabweichung liegt in technischen Problemen mit den Trägerraketen Blue Origin New Glenn und ULA Vulcan Centaur, die für den Transport der Satelliten vorgesehen sind. Amazon hat bereits 92 Starts bei ULA, Blue Origin und Arianespace gebucht. Die ersten beiden Versuchssatelliten wurden bereits im Oktober 2023 gestartet, und die Serienfertigung der Satelliten erfolgt in einer Produktionsstätte in Kirkland, Washington.
Der Zahlungsdienstleister PayPal sieht sich ebenfalls mit Schwierigkeiten konfrontiert. Im ersten Quartal 2024 blieb das Umsatzplus unter den Erwartungen, was zu einem Kursrückgang der Aktie von mehr als sechs Prozent führte. Konzernchef Alex Chriss spricht vom aktuellen Jahr als einem „Übergangsjahr“ für PayPal, in dem das Unternehmen neu ausgerichtet und für ein verstärktes Wachstum vorbereitet werden soll. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete PayPal einen Gesamtumsatz von circa 2 Milliarden US-Dollar, wobei rund 800 Millionen US-Dollar davon aus dem Bereich der Zahlungsabwicklung in Deutschland stammten.
Auch der Computerkonzern HP muss sich mit Schwierigkeiten auseinandersetzen. Im zuletzt beendeten Quartal schrumpfte der Umsatz erneut, und zwar um 0,8 Prozent auf 12,6 Milliarden US-Dollar. Obwohl der Nettogewinn um über fünf Prozent auf 1,069 Milliarden US-Dollar anstieg, hatten Fachleute mit höheren Einnahmen gerechnet. Als Ursachen für den Umsatzrückgang werden die schwache Nachfrage im Bereich der Personal Computer sowie bei Druckern angeführt. Das Unternehmen begegnet dieser Entwicklung mit Sparprogrammen, die auch eine Reduzierung der Belegschaft umfassen. Bis zum Ende des Jahres 2025 ist geplant, zwischen 4.000 und 6.000 Arbeitsplätze abzubauen.
**Kurzmeldungen**
Microsoft erweitert die Verfügbarkeit seiner Xbox-Titel auf alternative Konsolen wie die PlayStation und Nintendo Switch. Aktuell betrifft dies vier Spiele, darunter „Sea of Thieves“ und „Grounded“. Angesichts der angespannten Lage der Xbox-Division ist es denkbar, dass künftig weitere Spiele für andere Plattformen veröffentlicht werden. Seit dem heutigen Tag ist „Diablo 4“ von Blizzard Teil des Xbox Game Pass-Angebots. Instagram hat seine Direktnachrichten-Funktionen erweitert; nun können Nutzer Nachrichten bearbeiten, Unterhaltungen anheften und die Anzeige von Lesebestätigungen deaktivieren. Bezüglich der „Frauenquote“ wird das Bundesverfassungsgericht keinen Beschluss fassen. Eine 2022 eingereichte Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen. Schließlich kompliziert der Klimawandel die Suche und Rettung von Flugzeugen über dem Atlantik, da sich die Windverhältnisse verstärkt haben und somit die Bedingungen erschweren.



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